Umsetzung des aid-Ernährungsführerscheins durch LandFrauen ist Bestandteil des Nationalen Aktionsplanes Ernährung / Kinder mit Freude an die Praxis einer gesunden Ernährung heranführen
(Berlin) - Hauswirtschaftliche Kenntnisse müssen im Schulalltag wieder eine größere Rolle spielen. Die Umsetzung des aid-Ernährungsführerscheins in Grundschulen sehen wir als ersten Schritt, dem Thema Ernährung einen größeren Stellenwert im Schulunterricht zu geben!, so die Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes anlässlich der Regierungserklärung von Bundesminister Horst Seehofer heute (10. Mai 2007) im Deutschen Bundestag.
Mit dem Projekt aid-Ernährungsführerschein für Grundschüler Ein Bildungsangebot von LandFrauen zur Entwicklung von Alltagskompetenzen, das vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Nationalen Aktionsplanes Ernährung gefördert wird, werden ab dem Schuljahr 2007/2008 77 qualifizierte FachFrauen mit hauswirtschaftlicher Ausbildung und Erfahrung in Schulen die Lehrer bei der Umsetzung des aid-Ernährungsführerscheins in den 3. Grundschulklassen unterstützen. Dafür werden die ausgewählten Frauen in einer mehrteiligen Schulungsreihe auf ihren Einsatz vorbereitet. Am 14. und 15. Mai wird den Frauen in einem Basisseminar das Konzept des aid-Ernährungsführerscheins vorgestellt. In zwei Trainings werden ihre Kompetenzen in der Ansprache der Schulen und der Kleingruppenarbeit mit Schülern vertieft. In einem weiterführenden Seminar im September werden die Frauen jede Unterrichtseinheit unter Anleitung von Experten durcharbeiten und dabei von den Erfahrungen der Praxistests profitieren.
Der aid-Ernährungsführerschein wurde vom aid infodienst initiiert und entwickelt und gemeinsam mit Lehrkräften der Hillerschule Bietigheim-Bissingen und dem Ernährungszentrum Mittlerer Neckar in Ludwigsburg für die Umsetzung in den dritten Grundschulklassen erprobt. Der aid-Ernährungsführerschein umfasst 6-7 Unterrichtsdoppelstunden, die vom Lehrer selbständig, auch ohne Schulküche, durchgeführt werden können. Das Projekt endet mit einer Abschlussprüfung und der Führerscheinübergabe.
Die Vermittlung hauswirtschaftlicher Kenntnisse ist für LandFrauen nicht neu. In 2006 beispielsweise haben 219 LandFrauen in von der Landwirtschaftlichen Rentenbank geförderten Modellprojekten hauswirtschaftliche Kenntnisse in 1.422 Unterrichtsstunden an 3.241 Kinder vermittelt. Erstmalig wird mit dem aid-Ernährungsführerschein ein bundesweit einheitliches, wissenschaftlich geprüftes und praktisch erprobtes Konzept vorliegen, das den Weg bereiten soll, die Ernährungs- und Verbraucherbildung im Schulunterricht zu stärken. Die LandFrauen haben zum Ziel, ein eigenständiges Schulfach mit dafür ausgebildeten Lehrkräften einzuführen.
Grund dafür gibt es genug: Denn das Missmanagement in den privaten Haushalten kommt die Gesellschaft in Form von Übergewicht, Überschuldung, Überbelastung und Überforderung teuer zu stehen. Eine praxisorientierte und motivierende Ernährungsbildung macht Freude an einer gesunden Ernährung und fördert die Gesundheit. Eine umfassende ökonomische Bildung stärkt die Finanzkompetenz und erleichtert die Vorsorge fürs Alter. Eine zukunftsweisende Umweltbildung unterstützt die Schonung der natürlichen Umwelt und sichert das Leben auf unserem Planeten. Bildung zum Alltagsmanagement fördert soziale Kompetenz und stärkt die Persönlichkeit.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Pressestelle
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 284492910, Telefax: (030) 284492919
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen



