Pressemitteilung | Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.
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Unterauftragsvergabe: Bausektor braucht Flexibilität

(Berlin) - Das Europäische Parlament hat am Donnerstag seinen Initiativbericht zur Unterauftragsvergabe verabschiedet. Der Bericht enthält Empfehlungen an die EU-Kommission, welche neuen Regelungen zur Unterauftragsnehmervergabe auf europäischer Ebene erlassen werden sollen.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, kommentiert die Entscheidung des Parlamentes positiv. „Die Unterauftragsvergabe ist ein zentraler Bestandteil der Bauwirtschaft. Sie ermöglicht es Unternehmen, flexibel auf wechselnde Anforderungen zu reagieren, hochspezialisiertes Know-how einzubinden und Fachkräfteengpässe abzufedern. Dies ist entscheidend für die Innovationsfähigkeit, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Es ist deshalb ein gutes Zeichen, dass das Europäische Parlament unsere Branche in dieser Vertragsfreiheit unterstützt und den praxisfremden Vorschlag, Unterauftragnehmerketten auf maximal zwei Ebenen zu begrenzen, abgelehnt hat. Immerhin brauchen unsere Unternehmen ein hohes Maß an unternehmerischer Freiheit, um die Modernisierung der Infrastruktur, die Energiewende und die Verkehrswende realisieren zu können.“ Gemeinsam mit dem Europäischen Bauverband FIEC sowie weiteren Unternehmensverbänden wie BDA und BusinessEurope hatte sich die BAUINDUSTRIE gegen diese pauschalen Beschränkungen ausgesprochen.

Mit Blick auf mögliche Gesetzesinitiativen der EU-Kommission warnt die BAUINDUSTRIE davor, zusätzliche verpflichtende EU-Vorschriften für Unterauftragnehmer einzuführen. Solche Maßnahmen würden Bauunternehmen weiter belasten, die Effizienz mindern und die Wettbewerbsfähigkeit Europas schwächen. Die Unterauftragsvergabe ist ein unverzichtbarer Bestandteil hochspezialisierter Branchen wie dem Bauwesen – sie schafft Flexibilität, fördert Innovation und sorgt für eine verlässliche Projektausführung. Zudem stehen neue Bürokratieauflagen im Widerspruch zu den eigenen Zielen der EU, Rechtsetzung zu vereinfachen und unnötige Belastungen zu reduzieren.

Quelle und Kontaktadresse:
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Britta Frischemeyer, Leiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kurfürstenstr. 129, 10785 Berlin, Telefon: 030 212860

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