Pressemitteilung | Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV)
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Unterrichtssituation lässt viele Wünsche offen / BLLV bescheinigt der vom Kultusministerium vorgestellten Erhebung zum Unterrichtsausfall an bayerischen Schulen nur „begrenzte Objektivität“

(München) - „Die Unterrichtsversorgung an vielen bayerischen Schulen ist nicht befriedigend.“ Diese Feststellung traf der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Albin Dannhäuser, zur am 31. Januar im Kabinett vorgestellten Erhebung zum Unterrichtsausfall.
„Es bedarf noch großer Anstrengungen, um Unterrichtsausfälle zu vermeiden.“ Außerdem mangelt es an ausreichenden Angeboten, um Schülerinnen und Schüler individuell und gezielt zu fördern. Dannhäuser:
„Wer Unterrichtsausfall konsequent vermindern will, findet die volle Zustimmung des BLLV - allerdings dürfen stichprobeartige Erhebungen nicht dazu genutzt werden, die an vielen Schulen kritische Situation schöner zu reden als sie tatsächlich ist.“

Der BLLV-Präsident gab zu bedenken, dass die Erhebung über den Unterrichtsausfall an bayerischen Schulen nur begrenzt objektiv ist. „Es fällt eben deswegen weniger Unterricht ersatzlos aus, weil in der Regel an den Schulen Lehrerinnen und Lehrer für ihre Kollegen/innen einspringen. Sie führen Klassen mit und erteilen oft über Wochen zusätzliche Unterrichtsstunden - ohne jede Vergütung.“ Um ein realistisches Bild zu erhalten, müsste das Kultusministerium demnach auch diese zusätzlich erteilten Unterrichtsstunden erfassen. „Das Ergebnis würde dann erheblich anders ausfallen“, bemängelte Dannhäuser und forderte, den chronischen Lehrermangel an bayerischen Schulen dauerhaft zu beseitigen. Nur mit ausreichendem Personal sind gezielte und individuelle Förderungsmaßnahmen für alle Schüler/innen zu gewährleisten. Aus Sicht des BLLV sind weitere Kraftanstrengungen nötig.
„Vor allem brauchen Bayerns Schulen ein langfristiges Konzept, um die Personalversorgung sicherzustellen.“ Nötig sind finanzielle Mittel für „echte“ Planstellen, nicht nur Finanzspritzen für kurzfristige Verträge.

Die Sicherstellung des Unterrichtsangebots ist die zentrale Voraussetzung dafür, dass Schülerinnen und Schüler die vorgegebenen Lernziele erreichen und die notwendigen Bildungsstandards erfüllen können. „Deshalb gehört es zu den selbstverständlichen Aufgaben eines Kultusministers, Unterrichtsausfälle zu verhindern. Die Aufstockung der Mobilen Reserve um 250 Stellen an Grund- und Hauptschulen, von denen 50 nicht besetzt werden konnten, kann den aktuellen Lehrerbedarf nicht abdecken.

Quelle und Kontaktadresse:
Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband e.V. im VBE (BLLV) Pressestelle Bavariaring 37, 80336 München Telefon: (089) 7210010, Telefax: (089) 7250324

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