USA-Stipendiumsentzug: DJV fordert Aufklärung
(Berlin) – Der Deutsche Journalisten-Verband fordert vom Außenministerium der USA Aufklärung darüber, warum einer deutschen Journalistin ein fest zugesagtes Stipendium kurz vor dem geplanten Abflug in die USA entzogen wurde.
Der DJV reagiert damit auf Medienberichte, nach denen die Tagesspiegel-Journalistin zusammen mit US-amerikanischen Medienvertretern zur Teilnahme an einer Konferenz über die Rolle der Medien in der Demokratie und an einer zweiwöchigen USA-Rundreise eingeladen war und ohne Angabe von Gründen kurz vor dem Start von der Berliner US-Botschaft aufgefordert wurde, zu Hause zu bleiben. Seitdem wird spekuliert, dass ihre Trump-kritische Berichterstattung der Grund für das Einreiseverbot gewesen sein kann.
„Das würde zwar zu Donald Trumps ausgewiesener Medienfeindschaft passen“, meint DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster, „wäre aber ein klarer Verstoß gegen die Pressefreiheit.“ Stipendien nur an mentale Gefolgsleute zu vergeben, wäre nicht akzeptabel.
Der DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Vergabe von Stipendien nicht von der Qualität der Berichterstattung abhängig gemacht darf: „Es darf noch nicht einmal den Versuch geben, die Korrespondentinnen und Korrespondenten nach ihrem Verhältnis zu den Inhalten der MAGA-Bewegung auszuwählen“, so Beuster. „Das wäre mit demokratischen Grundwerten nicht vereinbar.“
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle, Hendrik Zörner, Pressesprecher(in), Torstr. 49, 10119 Berlin, Telefon: 030 7262792-0
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