Pressemitteilung | Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
Anzeige

VBE appelliert an Wirtschaft

(Berlin) - Als „Kurzschlussdenken“ bezeichnete heute (21. Februar 2008) auf der didacta Bildungsmesse der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger Erwartungen an die Schule als Reparaturanstalt für schwelende gesellschaftliche Probleme.

„Es sind Versuche“, so Eckinger, „Schule in eine Anpasser-Rolle zu drängen und den Lehrerberuf darauf einzuschränken, Schülerinnen und Schüler lediglich auf die gesellschaftlichen Verhältnisse `zuzuschneiden´.“ Es dürfe nicht darum gehen, den aktuellen Gebrauchswert von Schule zu heben, indem auf die Schnelle neue Unterrichtsfächer erfunden oder zur Rettung geliebter Abschlüsse mit der Gartenschere der Bildungsauftrag beschnitten würden.

Der VBE-Bundesvorsitzende betonte weiter, die Gesellschaft müsse sich eindeutig dazu bekennen, dass die Bildung eines jeden im Interesse aller liege. „Schule ist gerade keine Zulieferanstalt. Schule steht für die Bildung junger Bürgerinnen und Bürger ein. Das Berufsverständnis der Lehrerinnen und Lehrer heißt deshalb, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und zu fordern, aber nicht in `falsche´ und `richtige´ sortieren zu müssen“, unterstrich Eckinger. Zugleich appellierte er an die Wirtschaft, Schule in diesem Sinne zu unterstützen. „Wenn Repräsentanten der Wirtschaft – vorausgesetzt sie haben kein Korruptions- oder Steuerhinterziehungsverfahren am Hals – öffentlich betonen würden, dass in den Schulen ganz überwiegend hoch motivierte Profis am Werk sind, die junge Menschen auf ihren Lebensweg vorbereiten, dann könnte dies auch die Erkenntnis befördern, dass Lehrerinnen und Lehrer dabei jede Unterstützung verdienen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE) Pressestelle Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin Telefon: (030) 7261966-0, Telefax: (030) 7261966-19

Weitere Pressemitteilungen dieses Verbands

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige