Pressemitteilung | Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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VBE zum Datenreport 2006: Bildungsabschluss bestimmt Lebensqualität

(Berlin) - „Die Länder müssen noch viel mehr für den Bildungsbereich tun“, kommentiert der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger den am 13. September vorgestellten Datenreport des Statistischen Bundesamtes. Der Datenreport bestätige wesentlich den OECD-Bildungsbericht von gestern, so Eckinger. „Je höher der Bildungsabschluss ist, desto höher ist die Chance auf eine dauerhafte Integration in die demokratische Gesellschaft. Das betrifft die Arbeit, die Gesundheit, die Lebenszufriedenheit und den Wunsch nach Familiengründung“, hebt der VBE-Bundesvorsitzende hervor.

„In Deutschland muss endlich der Einstieg in den Bildungsweg, also Kindergarten und Grundschule, als die wichtigste Bildungsphase ausgebaut werden, damit jedes Kind seine Chance wahrnehmen kann. Der Kindergarten muss für alle Kinder, vor allem auch für die Migrantenkinder, zur regulären Bildungseinrichtung werden, worauf die Grundschule aufbauen kann. Alle anschließenden Bildungswege müssen nach oben offen sein. Es muss Schluss sein mit dem systematischen Verwechseln von Leistung und Auslese.“ Eckinger bezeichnet es als „tragischen Irrtum, Anspruch und Qualität von Schule nach der Zahl der Wiederholer und Gescheiterten bemessen zu wollen“.

„Dringender denn je muss deshalb in Deutschland die Bildungsfinanzierung insgesamt auf den Prüfstand“, sagt Eckinger weiter. Der Datenreport belege, dass Migrantenkinder mit Vorschulbesuch eine dreimal höhere Chance auf den Besuch eines Gymnasiums und Arbeiterkinder mit Vorschulbesuch in alten Bundesländern eine viermal höhere Chance hätten. VBE-Bundesvorsitzender Eckinger kritisiert: „In Deutschland werden für einen Primarschüler 4.624 US-Dollar aufgewandt, 800 Dollar weniger als im internationalen Mittel. Unter 28 OECD-Staaten rangiert unser Land an 20. Stelle. Die Unterfinanzierung zieht sich durch das gesamte allgemeinbildende Schulwesen. 3,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werden in Deutschland für öffentliche Bildung ausgegeben – gegenüber 3,8 Prozent im OECD-Mittel. Mit dem Rückgang der Schülerzahlen in Deutschland müssen die Bildungsetats der Länder mindestens auf dem heutigen Niveau gehalten werden. Die Mittel müssen so eingesetzt werden, dass die Quote der Scheiternden auf ein Minimum abgesenkt wird. ­

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE) Mira Futász, Pressereferentin Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin Telefon: (030) 7261966-0, Telefax: (030) 7261966-19

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