VBE zum OECD-Bildungsreport 2006: Bildungshürden beseitigen
(Berlin) - Der VBE hält nichts vom allgemeinen Wehklagen vor dem OECD-Datenaltar, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger anlässlich der heutigen (12. September 2006) Präsentation des OECD-Bildungsreports 2006. Der in Deutschland inzwischen unumstrittenen Anerkennung des Hauptproblems im Bildungssystem müssen endlich Taten folgen: Wir müssen mehr Bildungsgerechtigkeit schaffen. Eckinger verweist in dem Zusammenhang auch auf den ersten nationalen Bildungsbericht. Jedes Bundesland steht hier in der Pflicht. Der VBE fordert, dass die Mittel, die durch den Schülerrückgang frei werden, unbedingt im Bildungsetat verbleiben. Die OECD-Prognose bis 2015 ergibt für Deutschland, dass allein durch die demografische Entwicklung fast 10 Prozent der Bildungsausgaben frei werden. Aber diese Gelder müssen unbedingt zur Qualitätsverbesserung von Schulen eingesetzt werden. Durch die Föderalismusreform ist die Verantwortung der Länder dafür größer als zuvor, betont Bundesvorsitzender Eckinger und weiter: Der VBE wird den Ländern genau auf die Finger sehen, ob sie nur die Muskeln gegen den Bund spielen ließen oder tatsächlich die Bildung zum Edelstein machen werden. Der Bundesvorstand des VBE hatte schon am Wochenende die Länder aufgefordert, die Kulturhoheit in nationaler Verantwortung (zu) gestalten. Jedes einzelne Bundesland müsse sein Potential so einbringen, dass Deutschland insgesamt als Bildungsstandort wieder Spitze werden könne, heißt es in der entsprechenden Resolution.
Die Bedingungen für eine höhere Bildungsbeteiligung unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft sowie Herkunft nach Bundesland müssen in jedem Bundesland und in jeder Region verbessert werden, so der VBE-Bundesvorsitzende. Als Knackpunkt bezeichnet Eckinger die mangelnde Durchlässigkeit des Bildungssystems nach oben. Das gegliederte System gleicht einem Hürdenlauf, bei dem fast ein Viertel auf der Strecke bleibt. Kindergarten und Schule sind aber dazu da, Hürden aus dem Weg zu räumen, damit jedes Kind sein ihm eigenes Ziel erreichen kann. Der VBE-Bundesvorsitzende fordert: Es ist höchste Zeit den Paradigmenwechsel von der Auslese hin zum Prinzip des Forderns und Förderns zu vollziehen.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
Mira Futász, Pressereferentin
Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7261966-0, Telefax: (030) 7261966-19
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