Pressemitteilung | Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
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VBE zur gemeinsamen Erklärung mit der KMK: Schulen fördern und fordern!

(Berlin) - „Mit der gemeinsamen Verpflichtung auf das Bildungsprinzip des Förderns und Forderns könnte endlich ein neues Zeitalter für die Schule eingeläutet werden und der VBE wird genau darauf größten Wert legen“, erklärt der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger aus Anlass der heutigen (19. Oktober 2006) Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung von KMK und allen Lehrerorganisationen „Fördern und Fordern – eine Herausforderung für Bildungspolitik, Eltern, Schule und Lehrkräfte“. Die grundsätzlichen Positionen des VBE seien in der Erklärung von heute verankert, so Eckinger weiter. „Wir gehen damit erstmalig einen entscheidenden Schritt, ein neues Bewusstsein des Förderns und Forderns zu entwickeln, Sackgassen unseres Bildungssystems nicht mehr zuzulassen und alle Bildungswege nach oben offen zu halten“, unterstreicht Eckinger. Diese Erklärung sei damit auch der erste konstruktive Beitrag zur derzeitigen ideologieüberlastigen „Unterschichten-Debatte“. Wer im Jahre 6 nach PISA entdecke, dass mehr als zehn Prozent der Bevölkerung in dem Teufelskreis von sozialer Herkunft, mangelnder Bildungschancen und Armut gefangen seien, habe ein Problem mangelnder Lese- und Handlungskompetenz.

Der VBE fechte seit langem vehement für ein neues Bildungsprinzip, um Bildungschancen weitgehend abzukoppeln von sozialen und ethnischen Ausgangslagen, betont Eckinger. Die Bundesvertreterversammlung im November vorigen Jahres habe sich in einer Resolution ‚für ein neues Bewusstsein des Förderns und Forderns’ ausgesprochen. Es müsse eine hochwertige Förderung in der Breite auf allen Schulstufen gelingen, damit allen Schülerinnen und Schülern ein höheres Bildungsniveau ermöglicht werde. „In der gemeinsamen Erklärung haben sich alle Unterzeichner zu einer neuen Lehr- und Lernkultur bekannt“, hebt der VBE-Bundesvor¬sitzende hervor, „die von den Interessen und Stärken der Schülerinnen und Schüler ausgeht, aber auch deren Schwächen analysiert und geeignete Fördermaßnahmen zur Leistungssteigerung mit Blick auf den jeweiligen individuellen Lernprozess entwickelt.“

Als „bedeutsames Signal“ bezeichnet Ludwig Eckinger die Verpflichtung aller Kultusminister, nicht zuzulassen, dass Gelder wegen des Schülerrückgangs aus dem Bildungssystem abgezogen werden. „Wir werden darauf pochen, dass die vereinbarte Offensive für Qualität und Chancengleichheit durch die notwendigen Rahmenbedingungen gesichert wird. Die Länder stehen durch die Unterschrift ihrer Kultusminister im Wort, stärker als bisher in Bildung und Erziehung zu investieren. ‚Schwierige Kassenlagen’ dürfen nicht gelten, da es um die Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft geht.“

„Die neue gemeinsame Erklärung wird kein Papier für die Schublade“, ist sich der Bundesvorsitzende des VBE sicher. „Wir sind uns einig, dass wir in zwei Jahren eine gemeinsame Einschätzung vornehmen, wie es mit der Umsetzung vorangeht. Damit evaluieren wir im Gleichtakt zur nationalen Bildungsberichterstattung, denn 2008 gibt es den zweiten Bericht.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE) Mira Futász, Pressereferentin Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin Telefon: (030) 7261966-0, Telefax: (030) 7261966-19

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