Pressemitteilung | Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK)
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VDIK: Förderprogramm sendet positive Signale - Verschenkte Chance bei E-Gebrauchtwagen

(Bad Homburg) - Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) sieht im Programm der Bundesregierung grundsätzlich ein positives Signal für den Markthochlauf der Elektromobilität. Die geplante Unterstützung ermöglicht zukünftig auch Haushalten mit kleinen und mittleren Einkommen den Umstieg auf ein E-Auto. Dabei begrüßt der VDIK, dass die Förderung nun rückwirkend für Zulassungen ab dem 1. Januar in Kraft treten soll. Gleichzeitig sieht der VDIK jedoch erheblichen Nachbesserungsbedarf, etwa bei der Einbeziehung von batterieelektrischen Gebrauchtwagen und der Förderhöhe für Plug-In-Hybride (PHEV).

VDIK-Präsidentin Imelda Labbé: „Es ist eine verschenkte Chance für die soziale und bezahlbare Mobilität, dass die Bundesregierung die Förderung von jungen gebrauchten E-Autos nicht mit in das Programm einbezieht. Denn Familien und Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen kaufen meist einen Gebrauchtwagen. Auch ein gebrauchtes E-Auto ersetzt in der Regel einen Verbrenner und unterstützt damit die Klimaziele der Bundesregierung. Leasingkunden werden aufgrund sinkender Restwerte von der Förderung nur eingeschränkt profitieren.“

Die Förderung des Gebrauchtwagenmarktes wäre essenziell, denn die Wiedervermarktung von jungen Gebrauchten ist ein zentraler Faktor für wirtschaftlich attraktive Leasingkonditionen im Neuwagenmarkt. Beim Neufahrzeug wird der Fördereffekt teilweise ausgehebelt, da die Leasingrate wegen niedrigerer Restwerte trotz Förderung nicht geringer ausfällt. Für den Gebrauchtwagenmarkt bedeutet das eine Entwertung des Bestandes für Kunden, Händler und Hersteller sowie schleppende Verkäufe. Der VDIK fordert, die von Minister Schneider in Aussicht gestellte Neubewertung in 2027 mit einem starken Fokus auf die Entwicklung der Restwerte vorzuziehen.

Kritisch sieht der VDIK auch den komplexen Nachweis für die Höhe des Haushaltseinkommens, insbesondere bei mehreren zur Steuer veranlagten Haushaltsmitgliedern. Ein neues Portal, das frühestens ab Mai 2026 zur Verfügung gestellt werden könnte, darf nicht zu Unklarheiten und Verzögerungen bei der Bereitstellung der Förderung führen.

Der VDIK begrüßt die Förderung von Plug-in Hybriden, wenngleich eine höhere Förderung wünschenswert wäre, da PHEVs über hohe elektrische Reichweiten für die Alltagmobilität verfügen.

Ein gutes Signal für die bezahlbare und klimaneutrale Mobilität ist, dass die Förderung Marken aller Hersteller mit einbezieht und nicht auf Fahrzeuge aus europäischer Produktion beschränkt bleibt. Gerade die internationalen Fahrzeughersteller bieten ein breites Angebot an bezahlbaren Elektrofahrzeugen und machen damit den Einstieg in die Elektromobilität auch für Käufer mit kleinen und mittleren Einkommen attraktiv.

Die Forderung von Minister Schneider in der Pressekonferenz nach einem zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur und günstigerem Schnellladestrom unterstützt der VDIK ebenfalls. Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und bezahlbarer Strom sind essenziell, um den Hochlauf der Elektromobilität im Einklang mit der Förderung zu ermöglichen.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK), Stefan Meyer, Leiter(in) Kommunikation, Presse und Medien, Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg, Telefon: 06172 98750

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