VDR sieht Chancen und Risiken in der Übernahme von Austrian Airlines durch die Deutsche Lufthansa
(Frankfurt am Main) - Der Verband Deutsches Reisemanagement (VDR) nimmt die Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines durch die Deutsche Lufthansa zur Kenntnis und sieht sowohl Chancen als auch Risiken für deutsche Geschäftsreisende. Die Übernahme ist heute von der EU-Kommission offiziell endgültig genehmigt worden.
"Der Zusammenschluss von Deutscher Lufthansa und Austrian Airlines ist ein wichtiger Schritt in eine stabile Zukunft der beiden Airlines", sagt Dirk Gerdom, Präsident des Deutschen GeschäftsreiseVerbands VDR. "Es ist gut, dass gemeinsame Synergien genutzt werden und dass Austrian Airlines mit ihrem vor allem in Osteuropa starken Streckennetz erhalten bleibt."
"Auf der anderen Seite sehen wir die Gefahr", so Gerdom weiter, "dass auf Geschäftsreisekunden härtere Zeiten zukommen - vor allem auf die Firmen, deren Auslandsgeschäft hauptsächlich in den Zielgebieten von Lufthansa und Austrian Airlines liegt. Denn wenn bestimmte Strecken nun noch stärker vom Lufthansa-Konzern dominiert werden, kann das zu nachhaltig höheren Preisen führen." Damit sei unter Umständen schon in den kommenden Wochen zu rechnen, da die modernen Erlösmanagement-Systeme der Airlines eine schnelle und flexible Preisgestaltung zulassen. Der VDR wird die Einhaltung der von Lufthansa angebotenen Verpflichtungszusagen, wodurch die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission in Bezug auf bestimmte Strecken ausgeräumt wurden, weiter beobachten.
"Höhere Preise können speziell in der gegenwärtigen Lage die wenigsten Unternehmen gebrauchen", sagt Dirk Gerdom. "Die Travel Manager können sich daher schon einmal auf harte Verhandlungen einstellen."
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VDR Verband Deutsches Reisemanagement e.V.
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