Pressemitteilung | Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) - Hauptstadtbüro Berlin
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VDV-Präsident Ingo Wortmann zum heutigen Sicherheitsgipfel

(Berlin) - „Seit Jahren stellen wir eine Zunahme von Übergriffen auf Beschäftigte und Fahrgäste fest – und zwar im gesamten ÖPNV. Deshalb müssen wir das Thema ganzheitlich betrachten. Die Maßnahmen, die wir bislang mit großen Anstrengungen ergriffen haben, reichen offenkundig nicht aus. Wir müssen deshalb auch die Ursachen für die zunehmende Gewalt stärker in den Blick nehmen. Heute wurden dazu erste wichtige Impulse gegeben und der gemeinsame Austausch der verantwortlichen Akteure war gut und wichtig. Das Ganze ist allerdings ein Prozess, der mit dem heutigen Termin erst seinen Anfang nimmt. Wir brauchen einen kontinuierlichen Austausch der beteiligten Institutionen, um vereinbarte Maßnahmen dauerhaft zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Der VDV steht bereit, seine fachliche Expertise in diesen Prozess einzubringen.

Wir engagieren uns als Branchenverband seit Langem aktiv bei diesem Thema. Aus unserer Sicht ist Sicherheit ein Versprechen an Fahrgäste und Beschäftigte, das es einzulösen gilt. In unserem Fachausschuss Security haben wir bereits vor zwei Jahren eine Neupositionierung mit Maßnahmen zur Verbesserung der Situation angestoßen.

Konkret schlagen wir vor:

• Eine bundesweit einheitliche Aufbewahrungsfrist für Videoaufzeichnungen bis zu 30 Tagen zur besseren Aufklärung von Vorfällen.
• Den Erhalt des Straftatbestands beim Schwarzfahren, um Personal bei Fahrausweiskontrollen zu schützen und Rechtsdurchsetzung zu ermöglichen. Schwerpunktkontrollen zeigen regelmäßig: Unter den kontrollierten Personen ohne gültiges Ticket befinden sich auch polizeilich gesuchte Täter.
• Einen erweiterten gesetzlichen Schutz für Fahr- und Kontrollpersonal sowie stärkere Sicherheitspartnerschaften mit Polizei, Justiz, Ordnungsbehörden und Sozialträgern.
• Auch die gezielte Förderung sicherer Haltestellen gehört dazu.

Dafür brauchen wir klare gesetzliche und ordnungspolitische Rückendeckung – und in unserer Branche auch einen entsprechenden Finanz- und Vertragsrahmen. Mir ist bewusst, dass dieser Hinweis unter dem Eindruck der schrecklichen Tat vor wenigen Tagen sensibel ist. Aber nachhaltige Sicherheit braucht verlässliche Rahmenbedingungen.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) - Hauptstadtbüro Berlin, Lars Wagner, Pressesprecher(in), Leipziger Platz 8, 10117 Berlin, Telefon: 030 399932-0

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