VDZ-Präsident fordert klare Spielregeln für den Funktionsauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender / Dr. Hubert Burda in der Zeit: Die Medien in Deutschland brauchen neue Spielregeln und eine präzise Definition des öffentlich-rechtlichen Auftrags
(Berlin) - In der Diskussion um die digitalen Expansionsvorhaben von ARD und ZDF haben sich erneut die Zeitschriftenverleger zu Wort gemeldet. In einem Beitrag für die Wochenzeitung Die Zeit vom 22.11.2007 kritisiert Verlegerpräsident Dr. Hubert Burda das ungebremste Online-Wachstum der gebührenfinanzierten Sender in die Märkte der Verlage. ARD und ZDF hätten sich in vielen Formaten wie zum Beispiel einer Vielzahl von Ratgeber- und Serviceportalen deutlich über die programmbegleitenden Funktionen hinaus entwickelt und seien dadurch zu Marktkonkurrenten für die Verlage geworden, die ihre redaktionellen Angebote im Gegensatz zu den beiden öffentlich-rechtlichen Sendern über Werbung refinanzieren müssten. Dieses Ungleichgewicht gefährde mittelfristig den Bestand der Qualitätsmedien. Dr. Burda: Die Öffentlich-Rechtlichen stoßen mit ihren Internetaktivitäten in Felder vor, die ihren Funktionsauftrag und den Raum für Randaktivitäten weit überschreiten. Es stellt sich die Frage, worin die Legitimation solch weit reichender und konkurrierender Angebote auf Grundlage der Gebührenfinanzierung besteht. Es sei zudem der Moment erreicht, so Burda, an dem sich die Öffentlich-Rechtlichen durchgehend auf Themen konzentrieren sollten, zu denen für die Meinungsvielfalt und zur Information benötigt werden. Nicht alles kann der Markt allein refinanzieren wie etwa Bildung, Wissenschaft, Integration, Kultur. Wäre das nicht die vornehmste Aufgabe, für die viele vielleicht sogar eher bereit wären, die GEZ -Gebühren zu entrichten?
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ), Haus der Presse
Norbert Rüdell, Leiter, Presse und Kommunikation
Markgrafenstr. 15, 10969 Berlin
Telefon: (030) 726298-0, Telefax: (030) 726298-103
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