Pressemitteilung | Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA)

VEA für Entflechtung von Energiekonzernen / Energie-Abnehmerverband begrüßt Bericht der EU-Kommission / Bundesregierung zur raschen und strikten Umsetzung aufgefordert

(Hannover) - Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) sieht sich durch den am Mittwoch, 10. Januar 2007, von der Europäischen Kommission vorgelegten Abschlussbericht über die Untersuchung des Energiesektors bestätigt. Der Verband fordert von der deutschen Regierung, sich für eine vollkommene Trennung von Produktion und Netzbetrieb als unverzichtbare Voraussetzung für die Öffnung der europäischen Energiemärkte auszusprechen. Die EU-Staats- und Regierungschefs sollen im März über konkrete Maßnahmen entscheiden. „Konzerne, die sowohl Energienetze als auch Kraftwerke kontrollieren, missbrauchen ihre Marktmacht und diskriminieren Wettbewerber“, erklärt Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. „Sie sind das Haupthindernis für den geplanten Abschluss des europäischen Energie-Binnenmarkts.“

„Das Kernproblem der völlig überhöhten Energiepreise sind die zu wenigen Anbieter – und damit zu wenig Wettbewerb. Und das hängt in großem Maße mit mangelnder Entflechtung und der Marktmacht weniger bei der Netzinfrastruktur zusammen. Wir beobachten seit langem kartellähnliche Zustände, das Marktversagen ist evident“, stellt Panitz weiter fest. Nur ein Zusammenspiel von Liberalisierung und Wettbewerbsaufsicht könne für effektiv funktionierende Märkte auf nationaler und europäischer Ebene sorgen. Eine schnelle Entflechtung der Energieversorgungsunternehmen sei die einzige Möglichkeit, gegen ihr wettbewerbswidriges Verhalten wirksam vorzugehen, so der Energiemarkt-Experte.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) Manfred Panitz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Zeißstr. 72, 30519 Hannover Telefon: (0511) 98480, Telefax: (0511) 9848-188

(tr)

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