Pressemitteilung | Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA)

VEA: Gasnetzbetreiber verweigern echtes Bekenntnis zum Wettbewerb / Energie-Abnehmerverband VEA kritisiert Vertragsentwurf der Gaswirtschaft zum Netzzugang

(Hannover) – Der Bundesverband der Energie-Abnehmer e. V. (VEA) hat die am Donnerstag (01. Juni 2006) vorgelegten Vertragsentwürfe der Gasnetzbetreiber scharf kritisiert. „Aus den Verträgen lässt sich klar ablesen, dass die Netzbetreiber nur so viel Wettbewerb zulassen wollen, wie sich gar nicht vermeiden lässt – sehr zum Nachteil der Verbraucher“, so Manfred Panitz, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des VEA. Der Verband bemängelt eine Reihe von durch die Bundesnetzagentur geforderten Punkten, die durch die Entwürfe jetzt wieder in Frage gestellt würden. Insbesondere die Anwendung des so genannten Zweivertrags- oder Entry-Exit-Modells als Basismodell für die Netznutzung werde nicht konsequent anerkannt.

„Das ist für den Verbraucher aber entscheidend. Der Kunde muss nicht nur innerhalb eines Marktgebietes, sondern auch über die Grenzen hinaus mit einem Einspeisungs- und einem Ausspeisungsvertrag auskommen“, so Panitz. Die vorgeschlagene Anzahl der Marktgebiete sei noch immer „viel zu hoch“, ohne dass es dafür eine tragfähige Begründung jenseits von Einzelinteressen gäbe. „Zudem sind die Vertragsentwürfe viel zu kompliziert und keineswegs fürs Massengeschäft geeignet. Ein normaler Energieabnehmer wird sie kaum vollständig verstehen, geschweige denn anwenden können“, kritisiert der Experte. Der VEA fordere die Bundesnetzagentur jetzt auf, auf einer Anwendung der bereits vorgelegten, gesetzeskonformen Vertragslösung des europäischen Verbandes der Verteilerunternehmen, GEODE, und den Verbänden der Netznutzer zu bestehen.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) Manfred Panitz, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Zeißstr. 72, 30519 Hannover Telefon: (0511) 98480, Telefax: (0511) 9848-188

(sk)

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