Verbändetreffen im BMV: Bundesminister Schnieder spricht sich für Masterplan zur E-Mobilität aus
(Bad Homburg) - Bei einem Treffen der Automobil- und Mobilitätsverbände im Bundesministerium für Verkehr rief die Präsidentin des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Imelda Labbé, dazu auf, die Federführung zu übernehmen, um gemeinsam mit den relevanten Industriebranchen und den Ministerien Wirtschaft, Energie, Digital, Umwelt und Finanzen die nötigen Rahmenbedingungen für den Hochlauf der Elektromobilität zu schaffen. Ein unkoordiniertes Agieren der Akteure richtet wirtschaftlichen Schaden an, gefährde das Erreichen der Klimaziele und Tausende Arbeitsplätze. Das Bundesverkehrsministerium hat heute Zuversicht geschaffen, dass mit dem Masterplan Ladeinfrastruktur III noch in diesem Jahr ein wichtiger Baustein zur Verbesserung der Rahmenbedingungen geschaffen wird.
„Der Hochlauf der Elektromobilität bis 2035 und die dazugehörige Digitalisierung stellt aktuell die größte technologische und wirtschaftliche Herausforderung der Automobilbranche seit Jahrzehnten dar. Gleichzeitig stagniert der Anteil der Elektro-Neuzulassungen seit Monaten auf einem Niveau von rund 18 Prozent, zu wenig, um die CO2-Ziele zu erreichen. Es drohen hohe Strafen und der Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen. Täglich kommen neue Unsicherheiten, wie aktuell die Diskussion um das mögliche Ende der Kfz-Steuerbefreiung für E-Autos hinzu“, so VDIK-Präsidentin Imelda Labbé.
Labbé forderte deshalb einen kohärenten, branchen- und ressortübergreifenden Fahrplan, der alle relevanten Akteure unter der Federführung des BMV einbindet. Die Einberufung des Expertengremiums Elektromobilität (EKMI) durch das BMV sei hierfür ein erster wichtiger Schritt gewesen, doch nun müssten die im Koalitionsvertrag zugesagten Maßnahmen dringend implementiert werden. Bundesminister Schnieder müsse „EKMI+“ zur strategischen Plattform für den Markthochlauf der Elektromobilität aufbauen. Entscheidend dafür sei eine ganzheitliche Steuerung durch das Bundesverkehrsministerium essenziell, denn nur so ließen sich Geschwindigkeit, Kohärenz und Verbindlichkeit in der Umsetzung sicherstellen.
„Es braucht eine klare Perspektive für die Automobilwirtschaft und für potenzielle E-Auto-Fahrer. Solange es keinen Plan für die Rahmenbedingungen zum Hochlauf der Elektromobilität gibt, sind die CO2-Flottengrenzwerte und die Ziele für 2035 nicht haltbar. Die Automobilwirtschaft kann keine parallele Weiterentwicklung von Elektro- und Verbrenner-Technologie bei gleichzeitiger Quersubventionierung des BEV-Hochlaufs aus Verbrenner-Erlösen leisten“, so Labbé weiter.
Die Forderung des VDIK nach einer übergreifenden Steuerung durch einen Masterplan E-Mobilität mit Einbindung aller betroffenen Ministerien, der Energiewirtschaft, der am Austausch beteiligten Verbände und weiterer Akteure bleibt bestehen. Nur so kann die Neubewertung der CO2-Ziele gelingen.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V. (VDIK), Stefan Meyer, Leiter(in) Kommunikation, Presse und Medien, Kirdorfer Str. 21, 61350 Bad Homburg, Telefon: 06172 98750