Pressemitteilung | (vzbv) Verbraucherzentrale Bundesverband e.V.
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Verbraucher sollen fit werden in Altersvorsorge - aber Produktauswahl bleibt unübersichtlich / Finanzielle Allgemeinbildung: Unabhängige Informationen sind Mangelware

(Berlin) - Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat die heute (17. Januar 2007) von der Bundesregierung gestartete Kampagne "Altersvorsorge macht Schule" begrüßt. "Damit ist ein erster Schritt zur Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung der Bevölkerung getan", sagte vzbv-Vorstand Prof. Dr. Edda Müller. Die individuelle Gestaltung der Altersvorsorge bleibe dennoch schwierig: "Für die Auswahl konkreter Produkte sollten sich Verbraucher in einem zweiten Schritt deshalb an die Verbraucherzentralen wenden."

Studien der Bertelsmann-Stiftung und der Commerzbank hatten im Jahre 2003 den meisten Bundesbürgern eine schlechte finanzielle Allgemeinbildung bescheinigt und dringenden Handlungsbedarf aufgezeigt.

Die gemeinsame Initiative der Bundesregierung, des Deutschen Volkshochschul-Verbands, der Deutschen Rentenversicherung, des DGB, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und des vzbv soll nun dazu beitragen, vorhandene Wissenslücken der Bevölkerung zu schließen: Über 500 Volkshochschulen bieten ab heute bundesweit Kurse zur Altersvorsorge an. In sechs Doppelstunden werden den Kursteilnehmern umfassende anbieterunabhängige Informationen über die gesetzliche Rentenversicherung und über private und betriebliche Vorsorgemöglichkeiten vermittelt.

Auch mit guter finanzieller Allgemeinbildung ist die konkrete Auswahl im kaum zu überschauenden Angebot von Banken, Fondsgesellschaften und Versicherer für Verbraucher ausgesprochen schwierig. "Deshalb brauchen wir flächendeckend eine von Verkaufsinteressen freie Beratung, die auf den Einzelfall zugeschnitten ist - und wie sie von den Verbraucherzentralen angeboten wird", sagte vzbv-Chefin Edda Müller. Wegen fehlender gesetzlicher Vorgaben seien die Informationen der Anbieter auch für geschulte Verbraucher kaum miteinander vergleichbar.

Quelle und Kontaktadresse:
vzbv Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. Pressestelle Markgrafenstr. 66, 10969 Berlin Telefon: (030) 258000, Telefax: (030) 25800218

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