Pressemitteilung | Handelsverband Deutschland e.V. - Der Einzelhandel (HDE)

Verdi-Störfeuer schadet Weihnachtsgeschäft

(Berlin) - "Schweren Schaden für Tarifautonomie, Arbeitnehmermitbestimmung und Beschäftigung im Einzelhandel in Deutschland richtet die Gewerkschaft Verdi mit ihrer Ankündigung an, das Weihnachtsgeschäft durch verstärkte Aktivitäten zu stören", kritisierte Holger Wenzel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE). Verdi-Vorstandsmitglied Franiska Wiethold hatte zuvor Protestaktionen der Betriebsräte angekündigt.

Wenzel: "Der Einzelhandel ist auf ein gutes Weihnachtsgeschäft angewiesen. Wer das Weihnachtsgeschäft gezielt stört, muss sich nicht wundern, wenn dadurch Betriebe in eine Schieflage geraten und Arbeitsplätze im Einzelhandel gefährdet werden." Wer betriebliche Mitbestimmungsrechte für Protestaktionen missbrauche, gefährde die Akzeptanz der durch das Betriebsverfassungsgesetz gewährleisteten betrieblichen Mitbestimmung in Deutschland. "Das Betriebsverfassungsgesetz sieht eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat vor. Verdi ruft damit offen zu einem Gesetzesbruch auf", empörte sich der HDE-Chef.

Auch die Diskussion um gesetzliche Tariföffnungsklauseln sei alleine auf den Starrsinn der Verdi-Funktionäre im Fachbereich Handel zurückzuführen. Während in nahezu allen anderen Tarifbereichen Gewerkschaften und Arbeitgeber durch tarifvertragliche Öffnungsklauseln die bestehenden Tarifverträge bereits modernisiert hätten, werde von Verdi jede Reform der Flächentarifverträge im Einzelhandel blockiert. "Auch uns wäre es lieber, derartige Öffnungsklauseln in die Tarifverträgen zu integrieren. Doch wenn sich Verdi beharrlich verweigert, bleibt nur noch die vom Bundeskanzler angedrohte gesetzliche Regelung", so Wenzel.

Quelle und Kontaktadresse:
Hauptverband des Deutschen Einzelhandels e.V. (HDE) Am Weidendamm 1a, 10117 Berlin Telefon: 030/726250-65, Telefax: 030/726250-69

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