Pressemitteilung | Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Vereinbarungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst / ver.di und GEW begrüßen grundsätzlich Initiative der Hochschulrektoren

(Frankfurt am Main) - Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und ver.di machen sich am Vorabend der Verhandlungen mit den Ländern für wissenschaftsspezifische Vereinbarungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) stark. Sie streben gemeinsame Regelungen für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen an. Der Tarifvertrag soll für das technische, Verwaltungs- und Bibliothekspersonal ebenso wie für das wissenschaftliche Personal, d.h. für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, studentische Beschäftigte, Promovierende und Drittmittelbeschäftigte gelten.

„Wir müssen die Regelungen des TVöD für die betriebliche Gestaltung der Arbeitszeit in Forschung und Lehre ergänzen. Häufiger Arbeitgeberwechsel und Fristverträge, die typisch für den Wissenschaftsbereich sind, müssen tarifvertraglich ausgestaltet werden. Auch die Benachteiligung von Frauen in der Wissenschaft und in wissenschaftsnahen Arbeitsbereichen wollen wir abbauen“, sagten die Hochschulexperten von ver.di und GEW, Petra Gerstenkorn und Gerd Köhler. „Außerdem müssen wir Vereinbarungen treffen, die die Mobilität der Wissenschaftler in Europa ermöglichen.“ Gewerkschafts- und Arbeitgebervertreter hätten die wichtigsten Vorarbeiten geleistet, so dass die Verhandlungen für den Wissenschaftsbereich zügig aufgenommen werden können. Auch Bund und Kommunen müssten dann noch einmal an den Verhandlungstisch ebenso wie Vertreter von Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf Arbeitgeberseite.

In diesem Zusammenhang begrüßten die Gewerkschaften grundsätzlich die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). „Die Hochschulrektoren sollten jetzt ihren Einfluss auf die Länder geltend machen, damit die Verhandlungen über tarifvertragliche Regelungen für die Wissenschaft in Gang kommen“, sagten Gerstenkorn und Köhler. Die Gewerkschaften fordern allerdings im Gegensatz zu den Rektoren, die sich für einen eigenständigen Wissenschaftstarifvertrag ausgesprochen hatten, wissenschaftsspezifische Regelungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.

Quelle und Kontaktadresse:
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Reifenberger Str. 21, 60489 Frankfurt Telefon: 069/78973-0, Telefax: 069/78973-201

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