Verhandlungen festgefahren / Konzern provoziert Protest
(Hannover) - Die Verhandlungen über einen einheitlichen Konzern-Tarifvertrag für Vattenfall-Europe (Deutschland) drohen zu scheitern. Die Gewerkschaften werden ihrem Protest gegen die starre Haltung der Arbeitgeber jetzt demonstrativ Nachdruck verleihen.
Seit über zwei Jahren verhandeln die drei Gewerkschaften IG BCE, ver.di und IG Metall über einheitliche Tarifregelungen für alle Beschäftigten im Konzern. Betroffen sind rund 20.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.
Strittig ist insbesondere der Geltungsbereich des neuen Tarifvertrags. Die Gewerkschaften wollen, dass das Abkommen auch für künftige Ausgliederungen oder Ausgründungen gilt. Die Arbeitgeber lehnen dies bislang strikt ab, sie wollen die Nachwirkung der Verträge ausschließen. Setzt sich die Konzernführung durch, so ist nach gewerkschaftlicher Auffassung eine tarifpolitische Erosion absehbar und damit die soziale Sicherheit der Beschäftigten gefährdet.
Die Haltung des Konzern ist in der Energiewirtschaft beispiellos, sie provoziert den gewerkschaftlichen Protest. Vom 21. Februar an werden an dezentrale Aktionen stattfinden, die am 1. März anlässlich der Hauptversammlung des Vattenfall-Konzerns in Berlin ihren vorläufigen Höhepunkt finden werden. Die Gewerkschaften werden alle Möglichkeiten zur Durchsetzung der sozialen Sicherung durch Tarifverträge ausschöpfen.
Quelle und Kontaktadresse:
IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Bundesvorstand
Pressestelle
Königsworther Platz 6, 30167 Hannover
Telefon: (0511) 7631-0, Telefax: (0511) 7631-713
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