Versorgung sichern, Ressourcen sparen: Ökonomische Instrumente für eine resiliente Rohstoffpolitik
(Berlin) - Deutschland steht vor einer doppelten rohstoffpolitischen Herausforderung: Es gilt, die Versorgung mit kritischen Rohstoffen sichern und den Verbrauch von Primärrohstoffen deutlich zu senken. Ein neues Hintergrundpapier des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) zeigt, dass ökonomische Instrumente und Marktmechanismen zu einem wirksamen Maßnahmenmix gehören. Dieser Mix muss für verschiedene Rohstoffe spezifisch gestaltet werden.
Rohstoffe sind zur wirtschafts- und geopolitischen Schlüsselfrage geworden. Die Politik setzt dabei bisher oft auf Instrumente wie strategische Partnerschaften, Förderprogramme oder regulatorische Vorgaben. Das FÖS macht deutlich: Diese Ansätze reichen nicht mehr aus. Je nach Marktstruktur und Versorgungsrisiko ist eine unterschiedliche Kombination von Instrumenten sinnvoll. Entscheidend ist es, zukünftig auch stärker die Preissignale, Investitionsanreize und Marktbedingungen so zu gestalten, dass Versorgungssicherheit und Ressourcenschonung Hand in Hand gehen.
Die Analyse zeigt: Die Herausforderungen in der Rohstoffpolitik unterscheiden sich je nach Rohstoff erheblich. Es braucht einen gezielten Instrumentenmix – etwa Risikoabsicherungen für kritische Importe und preisliche Anreize für Recycling, Sekundärrohstoffe und ressourcenschonende Produktion. So können Märkte helfen, Abhängigkeiten zu verringern und die Kreislaufwirtschaft zu stärken.
Eine wirksame Rohstoffpolitik sollte unterschiedliche Instrumente gezielt kombinieren und rohstoffspezifische Herausforderungen berücksichtigen. Das kann Investitionen in Recycling, Substitution und effizientere Rohstoffnutzung unterstützen und langfristige Transformationsprozesse annstoßen.
„Die Transformation zur Klimaneutralität erhöht den Rohstoffbedarf in wichtigen Bereichen. Gerade deshalb brauchen wir eine Rohstoffpolitik, die kurzfristige Versorgungssicherheit mit langfristiger Ressourcenschonung verbindet und dafür konsequent auf die richtigen ökonomischen Anreize setzt“, sagt Carolin Schenuit, Geschäftsführende Vorständin des FÖS.
Quelle und Kontaktadresse:
Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft e.V. (FÖS), Invalidenstr. 34, 10115 Berlin, Telefon: 030 7623991-30
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