Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)
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Vertrauen der Milchviehhalter nicht aufs Spiel setzen / Sonnleitner auf Kreisverbandstag in Wardenburg

(Berlin) - Um auch in Zukunft motivierte Landwirte zu haben, stellt die Verbesserung des Einkommens der Milcherzeuger höchste Priorität für den Deutschen Bauernverband (DBV) dar. Dies sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner beim Kreislandvolkverband Oldenburg am 2. März 2007 in Wardenburg. Generell habe sich die Stimmung in der Landwirtschaft mittlerweile nachhaltig verbessert. So gebe es gegenwärtig erfreuliche Gesichter bei denjenigen, die Getreide, Raps und Kartoffeln erzeugten. Ein gutes Jahr habe es auch in der Schweinemast, Geflügelhaltung und Rindfleischerzeugung gegeben. Doch gelte es nun, die steigenden Futter- und Energiekosten in höhere Erzeugererlöse umzusetzen.

Die Entwicklung auf dem Milchmarkt dagegen sei verhaltener. „Die Preise hinken den Kosten deutlich hinterher“, kritisierte Sonnleitner. Zwar gebe es bei manchen Molkereien nun anziehende Auszahlungspreise, doch dies kann nur als erster Schritt gewertet werden. „Wir kämpfen dafür, dass weitere Schritte folgen“, erklärte Sonnleitner gegenüber den Landwirten in Oldenburg. An die Verantwortlichen in den Molkereien appellierte der DBV-Präsident, das Vertrauen der Milchviehhalter nicht aufs Spiel zu setzen. Sie müssten es gemeinsam erreichen, dass „ihr wichtigster Marktpartner, der Lebensmitteleinzelhandel, das Verschleudern von werthaltigen Produkten beendet“, stellte Sonnleitner fest. Durch die harten Aktionen der Bauern bei Untereinstandsverkäufen sei es aber wohl nun erreicht worden, dass die Mehrheit der Lebensmitteleinzelhändler endlich auf eine Verkaufsstrategie setze, die nicht mehr nur auf den Preis, sondern auch auf den Wert und die Qualität der Produkte setzt. Durchsetzen lasse sich diese Strategie dauerhaft aber nur, wenn den Großunternehmen des Lebensmitteleinzelhandels stabile Molkereien gegenüberstünden.

„Wir können und müssen unsere Betriebe fit machen, wir brauchen aber auch politische Unterstützung in den Rahmenbedingungen und keine Stolpersteine“, stellte Sonnleitner weiter fest. Dies gelte in der Steuerpolitik, bei der Unfallversicherung, aber auch bei der anstehenden Gesundheitsreform. Als vollkommen inakzeptabel bezeichnete Sonnleitner in diesem Zusammenhang die Absicht der Bundesregierung, die landwirtschaftliche Krankenkasse nicht in den Finanzausgleich für so genannte versicherungsfremde Leistungen einzubeziehen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

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