Vertrieb lehnt Vorzugspreis-Modell ab / Agenturen sehen sich zur Unterschrift gezwungen
(Berlin) - Die Unterzeichnung der Zusatzvereinbarung zur Nutzung der so genannten Lufthansa-Vorzugspreise bedeutet keine Akzeptanz des Modells durch die Agenturen, betont DRV-Vorstand Otto Schweisgut und unterstreicht nochmals die Position der Verbände, die das von Lufthansa geplante Vorzugspreismodell als wettbewerbsverzerrend einstufen. Die IATA-Agenten informieren den DRV, dass die Unterschrift wider deren Interesse erfolgt ist, unterstreicht der für Flugthemen im Deutschen ReiseVerband (DRV) zuständige Reisebüro-Inhaber Schweisgut. Die Zusatzvereinbarung sei allein aus dem Grund unterzeichnet worden, um mögliche wirtschaftliche Nachteile für die Reisebüros zu vermeiden.
In vielen Kundengesprächen wird auch von Kundenseite dieses Vertriebskonzept eindeutig abgelehnt. Nur vereinzelt bestehen Kunden auf den von Lufthansa als Vorzugspreise bezeichneten Konditionen. Diese Kunden würden jedoch zum Wettbewerber wechseln, wenn diese Tarife nicht angeboten würden. Nach wie vor sind die Reisebüros der Auffassung, dass das Vorgehen der Lufthansa eine ungerechtfertige Behinderung der IATA-Agenturen darstellt, so der DRV-Vorstand. Der Branchenverband verfolge selbstverständlich alle rechtlichen Möglichkeiten, um gegen das Modell erfolgreich vorzugehen.
Die IATA-Agenturen, betont Schweisgut, die die Zusatzvereinbarung unterzeichnet haben, akzeptieren damit nicht das Vorzugspreismodell. Denn sie haben gleichzeitig dem Verband schriftlich mitgeteilt, dass dies auf Grund der wirtschaftlichen Zwangslage geschehen ist. Eine große Anzahl gleichlautender Schreiben sind bereits in der Geschäftsstelle des DRV eingegangen.
Mit diesen Schreiben bekräftigen die Agenturen, dass das Modell weiterhin abgelehnt wird, weil es den Wettbewerb zwischen den Vertriebskanälen in eklatanter Weise verzerre. Sie teilen im vollen Umfang die Auffassung des Verbands, dass das Vorgehen der Lufthansa eine ungerechtfertigte Behinderung der IATA-Agenturen darstellt und haben dem DRV trotz ihrer Unterschrift den klaren Auftrag erteilt, weiterhin mit allen rechtlichen Mitteln gegen das sogenannte Vorzugspreismodell vorzugehen.
Um zu informieren und Handlungsoptionen aufzuzeigen, lädt der DRV federführend mit anderen Verbänden zur Konferenz der IATA-Agenturen am 16. April 2008 nach Frankfurt am Main ein. Vor dem Hintergrund des sogenannten Vorzugspreismodells der Lufthansa will die Konferenz die Zukunft des Ticketvertriebs beleuchten und die Handlungsoptionen diskutieren. Reisebüros, die an dieser Konferenz im Novotel in Frankfurt-Niederrad teilnehmen wollen, sollten mit der Anmeldung nicht länger warten. Bereits mehr als die Hälfte der zur Verfügung stehenden Plätze ist vergeben. Die Einladung und das Anmeldeformular gibt es unter www.drv.de.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher ReiseVerband e.V. (DRV)
Sibylle Zeuch, Pressesprecherin
Albrechtstr. 10a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28406-0, Telefax: (030) 28406-30
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