Verwaltungen lassen Sparpotenzial im E-Government ungenutzt / Einheitliche Standards senken die Kosten bei neuen Projekten
(Berlin) - Bund, Länder und Gemeinden sollten sich bei der Entwicklung von E-Government-Anwendungen an den technischen Vorgaben der Vereinten Nationen (UN) orientieren. Das fordert der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Grund ist der zunehmende Wildwuchs von XML-Formaten. Die Programmiersprache XML erleichtert zwar den Austausch von Daten in einem technisch heterogenen IT-Umfeld. Allerdings sind inzwischen mehr als 1000 unterschiedliche XML-Dialekte entstanden, die eine effiziente Software-Entwicklung im Bereich der elektronischen Verwaltung erschweren.
"Von einheitlichen Standards profitieren die öffentlichen Verwaltungen, weil E-Government-Projekte dann schneller und kostengünstiger verwirklicht werden können", sagt BITKOM-Geschäftsführer Peter Broß. Um dieses Ziel zu erreichen, fordert der BITKOM auch die Einrichtung einer elektronischen Bibliothek, in der von der Verwaltung geforderte Datenaustauschformate als Muster hinterlegt werden. "Software-Entwickler können den Aufwand für die Entwicklung von E-Government-Lösungen wesentlich reduzieren, wenn sie diese wieder verwendbaren Bausteine bei der Programmierung einsetzen", sagt Broß.
Konkret empfiehlt der BITKOM der öffentlichen Hand, die Datenmodellierung gemäß UN/CEFACT Core Components Technical Specification (CCTS) und die Prozessmodellierung gemäß UN/CEFACT Modeling Methodology (UMM) durchzuführen. Die UN/CEFACT (United Nations Centre for Trade Facilitation and Electronic Business) ist die wichtigste Standardisierungsorganisation für E-Business und E-Government, die in der Vergangenheit zum Beispiel das weltweit anerkannte Datenaustauschformat EDIFACT entwickelt hat. Mittlerweile arbeiten öffentliche Verwaltungen aus mehr als 50 Ländern in der UN/CEFACT mit. "Deutsche Behörden sollten sich hier viel stärker einbringen, um den häufig vorbildlichen Lösungen aus Deutschland auch international zum Durchbruch zu verhelfen", sagt BITKOM-Geschäftsführer Broß. Dazu zähle zum Beispiel das Format X-Meld für die Darstellung von Adressen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM)
Albrechtstr. 10, 10117 Berlin
Telefon: 030/27576-0, Telefax: 030/27576-400
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