Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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VhU begrüßt Beschluss des Bundeskabinetts zur Zuwanderung / Fasbender: „Wir brauchen eine offensive arbeitsorientierte Zuwanderungspolitik / Viele richtigen Einzelmaßnahmen, aber zu defensiver Ansatz!“

(Frankfurt am Main) - „Wir brauchen in Deutschland bei der Zuwanderung eine neue Offenheit, statt der bisherigen Wagenburgmentalität“, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) mit Blick auf den Kabinettsbeschluss der Bundesregierung. Die VhU begrüßt das „Aktionsprogramm zur Fachkräftesicherung“, die arbeitsorientierte Zuwanderung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland weiter zu erleichtern. Es enthalte viele wichtige, von der hessischen Wirtschaft schon lange geforderte Einzelmaßnahmen. Die Bundesregierung wäre aber gut beraten, endlich zu einem mutigen offensiven Gesamtkonzept überzugehen, das die Zuwanderung so weit liberalisiere, dass qualifizierte Interessenten keinen Bogen mehr um Deutschland machten.

Mit den geplanten Maßnahmen der Bundesregierung komme endlich Bewegung in den bisher verbarrikadierten Zugang. Dies gelte etwa für die geplante weitere Öffnung des Arbeitsmarktes für Akademiker aus den neuen, osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten, die Senkung der Einkommensgrenze für Hochqualifizierte, die Erteilung einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis an geduldete Akademiker und Facharbeiter nach zweijähriger Tätigkeit in Deutschland im erlernten Beruf sowie den geplanten Wegfall der Vorrangprüfung für Ausbildungs- und Hochschulabsolventen bei anschließender Beschäftigung im erlernten oder studierten Beruf.

Allerdings sei es völlig kontraproduktiv, wenn die Bundesregierung im Gegenzug die vollständige Arbeitsmarktöffnung gegenüber den neuen osteuropäischen EU-Mitgliedern ein weiteres Mal – nun bis 2011 – verschieben wolle. Deutschland wäre damit das letzte EU-Land, das sich für Zuwanderer aus dem neuen Europa öffne. Eine wahrhaft europäische Zuwanderungspolitik sehe anders aus.

Unerlässlich sei eine offensive arbeitsorientierte Zuwanderungspolitik, die qualifizierte ausländische Mitbürger mit offenen Armen empfange, ihnen ein zweites Zuhause bereite, um sie zu halten oder sie als Botschafter eines weltoffenen Deutschland wieder zurückkehren zu lassen. Diese neue Offenheit werde unsere Gesellschaft durch die Erfahrung der Vielfalt von Kulturen entscheidend geistig bereichern. Und sie verbessere die Chancen zu dauerhaftem wirtschaftlichen Wachstum erheblich. Denn sie schaffe eine Sogwirkung, sichere innovative Spitzenleistungen durch den ständigen offenen Austausch. Sie binde vor allem das Herzstück der Wirtschaft – die Forschung- und Entwicklung – an den Standort und schaffe auch einen kräftigen Beitrag zur Sicherung der heimischen Arbeitsplätze.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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