Pressemitteilung | Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)

VhU fordert anlässlich der Kommunalwahl, Zukunftsfähigkeit der Schulen zu sichern

(Frankfurt am Main) - Wolf Mang: "Kommunen müssen in Modernisierung und Infrastruktur investieren. Wir brauchen für die Schulen und gerade für die Berufsschulen einen Masterplan."

"Die Pandemie hat ganz offensichtlich gezeigt: In den hessischen Schulen gibt es einen Investitionsstau bei der Ausstattung. Die Kommunen sind hier in ihrer Rolle als Sachaufwandsträger gefragt, künftig kräftig zu investieren - in die Infrastruktur, die technische Ausstattung und natürlich die Digitalisierung. Der Digitalpakt Schule und die hessische Aufstockung seitens der Landesregierung hat eine wichtige und gute finanzielle Grundlage geschaffen. Nach der Wahl sind die Kommunen aber am Zug, bei den Investitionen nicht nachzulassen, zum Beispiel bei Wartung und Instandhaltung. Im Idealfall gibt es für jede Kommune oder kommunalen Verbund eine verbindliche IT-Systembetreuung für die Schulen. Das können die Schulen selbst nicht nebenbei mitmachen", so das Plädoyer von Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), an die Vertreterinnen und Vertreter der Kommunalpolitik in den 422 Gemeinden und 21 Landkreisen, deren 10.000 Mandate bei der Kommunalwahl im März neu zu besetzen sind.

Der VhU-Präsident sieht gerade bei den Berufsschulen einen deutlichen Handlungsbedarf: "Die Berufsschulen sind für uns ein extrem wichtiger Partner in der Ausbildung. Deshalb liegt es uns am Herzen, bei künftigen kommunalen Investitionen einen Schwerpunkt bei den Berufsschulen zu setzen." Viele Unternehmen seien mitten im Strukturwandel der Digitalisierung, der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen und der Einrichtung einer digitalen Produktion. Ein Großteil der Berufsschulen sieht für sich hingegen keine ausreichende digitale Fitness. Lediglich 17 Prozent der 116 hessischen Berufsschulen sind mit ihrer technischen Infrastruktur zufrieden. "Das muss sich ändern. Wir schlagen einen Masterplan Bildung vor, der den Kommunen Antwort auf die Fragen gibt: Wo stehen unsere Schulen mit Referenzschulen im hessischen Vergleich? Wo besteht überhaupt welcher Investitionsbedarf und wo nicht? Hier ist auch die Unterstützung der Landesregierung gefragt", so Mang.

Mit Blick auf die Kommunalwahl erläutert Mang: "Wirtschaft und Kommunalpolitik bedingen sich gegenseitig. Um diese Win-win-Gemeinschaft zu stärken und gemeinsam vor Ort erfolgreich sein zu können, möchten wir, dass die Kommunalpolitik ihren Teil dazu beiträgt, den hessischen Unternehmen attraktive Rahmenbedingungen zu bieten: damit sie am Heimatstandort investieren, hier weiter wachsen und weiterhin gut 2,5 Millionen Arbeitsplätze bereitstellen und ausbauen. Je erfolgreicher die Unternehmen und ihre Beschäftigten wirtschaften, desto mehr Menschen sind erwerbstätig und desto höher ist das Steueraufkommen der Kommunen. Das sichert nachhaltig ein stabiles Gemeinwesen. Gute Wirtschaftspolitik der Kommunalparlamente und Rathäuser muss dazu führen, dass die Unternehmen erfolgreich die großen Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimaschutz, die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie und den demographischer Wandel meistern können. Das gilt in besonderem Maße für die Schulen und die Berufsschulen. Denn gute Bildung vor Ort ist eine Investition in die Zukunft."

Mang zeigt sich besorgt, dass in Pandemiezeiten immer weniger Schülerinnen und Schüler eine Ausbildung machen wollen. Mang: "Wir brauchen eine duale Nachwuchsoffensive, um die Attraktivität der Berufsausbildung und Berufsschulen zu steigern. Die Landesregierung, Berufsschulen, Kammern und Sozialpartner sind aufgerufen, sich für diese Offensive langfristig gemeinsam zu engagieren." Studierende profitieren im Gegensatz zu den Auszubildenden von einem breiten Angebot der Studentenwerke, insbesondere beim günstigen Wohnraum. Hier sieht Mang die kommunalen Schulträger und die Landesregierung in Abstimmung mit der regionalen Wirtschaft in der Pflicht, Instrumente der Wohn- und Mobilitätsförderung für Auszubildende zu entwickeln.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Fax: (069) 95808-126

(ds)

NEWS TEILEN: