Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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VhU fordert offensive arbeitsorientierte Zuwanderung / Neue Offenheit statt Wagenburgmentalität sichert Innovation auf Weltniveau, das Exportgeschäft und Arbeitsplätze in Hessen

(Frankfurt am Main) - Die hessische Wirtschaft schlägt der hessischen Landesregierung eine Bundesratsinitiative vor, die eine offensive Zuwanderungspolitik von der Bundesregierung einfordert. Und sie empfiehlt, eine International University zu schaffen, die im Verbund der hessischen Hochschulen in ausschließlich englischer Sprache betrieben wird und Basiswissen über die wichtigsten Kulturen verpflichtend vermittelt. „Gerade das schon stark internationalisierte Hessen braucht eine offensiv gesteuerte Zuwanderung von Fach- und Führungskräften, Selbstständigen, Studenten und Hochschullehrern“, begründete Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) diesen Vorstoß heute (28. April 2008) in Frankfurt. Unerlässlich seien statt der deutschen Wagenburgmentalität eine offensive arbeitsorientierte Zuwanderungspolitik, die ausländische Mitbürger mit offenen Armen empfange, ihnen ein zweites zu Hause bereite, um sie zu halten oder sie als Botschafter eines weltoffenen Hessen wieder zurückkehren zu lassen. Diese neue Offenheit werde unsere Gesellschaft durch die Erfahrung der Vielfalt von Kulturen entscheidend geistig bereichern. Und sie verbessere die Chancen zu dauerhaftem wirtschaftlichen Wachstum erheblich. Denn sie schaffe eine Sogwirkung von wachsenden Expatriates-Gemeinden, sichere innovative Spitzenleistungen durch den ständigen offenen Austausch am Standort. Sie binde vor allem das Herzstück der Wirtschaft – die Forschung- und Entwicklung – an den Standort und schaffe durch verstärkte Globalisierung der Unternehmen immer auch einen kräftigen Beitrag zur Sicherung der hessischen Arbeitsplätze.

„Wir müssen uns von der Abwehrhaltung des deutschen Arbeitszuwanderungsrechts verabschieden“, so Fasbender weiter. Vor allem müsse das Vorrangprinzip abgeschafft und auf das Vorliegen eines Arbeitsangebots abgestellt werden. Ferner sei die schädliche Einkommensbarriere bei Hochqualifizierten zu streichen sowie die Mindestauflage zu Investitionssumme und Arbeitsplätzen bei Selbständigen stark zu reduzieren, Bei ausländischen Forschern und Studenten müsse der abschreckende Befristungsdschungel abgeschafft werden. Und für die Unternehmen mit mehreren Standorten in Deutschland müsse der Unsinn beseitigt werden, dass ein Mitarbeiter aus dem Ausland sein Aufenthaltsrecht nur für einen einzigen Standort erteilt bekomme.

„Für die globalisierten mittelständischen Industrieunternehmen ist der alltägliche internationale Erfahrungsaustausch am Heimatstandort von unschätzbarem Wert“, sagte Karl-Heinz Gloe, Geschäftsführer von Erich Jäger, Friedberg. Zum einen, um ausländische Führungskräfte für Führungsaufgaben in ihrem Heimatland fit zu machen. Zum anderen um durch ihr Wissen über ihre Heimat die kulturelle Vielfalt in die Produktentwicklung einzubringen, was verhindere, dass ein deutsches Produkt z. B. in China zum Flop werde.

„Vielfalt und Austausch ist das Lebenselexier am Finanzplatz Deutschland in Frankfurt“, betonte Michael A. Stein, Leiter Tarifpolitik der Deutschen Bank. Es gelte Diversity-Konzepte zu entwickeln, die gerade die kulturellen Unterschiede als produktiven Faktor nutzten. Internationale und interkulturelle Kompetenzen würden deshalb zum notwendigen Bestandteil von beruflicher Erstausbildung, Weiterbildung und Personalentwicklung. Gleichzeitig würden Bildungsabschlüsse und Qualifikationen international transparent.

A. Padmanabhan, Director Central Europe TATA Consultancy Services, emphasizes the decisive factors for the choice of location for a multinational company such as TCS: an international environment, a strong opportunity for doing business, a major airport with good global connections, the unbureaucratic employment of international staff, a pool of highly skilled local talent and close relations with academic institutions. All these aspects are crucial for a company with high ethical and social standards like TCS.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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