VhU kritisiert Verweigerung der Hochschulleitungen bei Studiengebühren / Fasbender: Wenn Hochschulen Autonomie wollen, müssen sie sich auch wie verantwortliche Unternehmer verhalten.
(Frankfurt am Main) - Die gegenwärtigen Proteste an hessischen Hochschulen gegen Studiengebühren sind für die hessische Wirtschaft schwer erträglich, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) heute (23. Mai 2006) in Frankfurt. Mit ihrer Entscheidung für ein Gesetzgebungsverfahren zur Einführung von Studiengebühren habe die Hessische Landesregierung eine entscheidende bildungspolitische Weiche für mehr Gerechtigkeit und für leistungsfähigere Universitäten getroffen, die für den Einstieg auch mit 500 Euro in der Höhe richtig und durch bequeme Studienkredite für jeden finanzierbar sei.
Dass die Studierenden hierbei nicht über den engen Tellerrand ihres kleinen Eigeninteresses hinaussähen, sei schon ein geistiges Armutszeugnis für Personen, die zur künftigen Elite gehören wollten und disqualifiziere die Protestierenden für spätere Führungspositionen. Man muss uns schon einmal erklären, warum es gerecht sein soll, dass jeder arbeitende Mensch und auch die zu Niedriglöhnen Beschäftigten mit ihren Steuern zur Bildungsprofilierung einer künftigen Elite herangezogen werden, die diesen Wettbewerbsvorsprung ohne vernünftigen Grund geschenkt bekommen will, so der Hauptgeschäftsführer der Spitzenorganisation der hessischen Wirtschaft. In allen Nachbarländern sei das anders. Und in fast allen angrenzenden Bundesländern hätten die Landesregierungen inzwischen auch die richtigen Konsequenzen aus dem Bundesverfassungsgerichtsurteil vom Januar 2005 gezogen. Es gebe also keinen Grund, dass Hessen sich anders verhalte.
Völlig unerträglich sei aber das widersprüchliche Verhalten von Hochschulleitungen, die ansonsten gerne über ihre angeblich zu knappen Mittel jammerten, wenn aber die Landesregierung sie durch die Option eigener Einnahmen autonomer und konkurrenzfähiger machen wolle, den bequemen Weg des geringsten Widerstandes gingen und sich mit den Protestierenden verbrüderten. Wer Autonomie will, muss auch verantwortlich damit umgehen und das Gesamtwohl dem vordergründigen Partikularinteresse von privilegierten gesellschaftlichen Gruppen vorziehen, so Fasbender.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Heike Krasemann, Referentin, Pressestelle
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
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