VhU-Präsidium fordert zügige Einführung der Studiengebühren / Weidemann: Studiengebühren sind gerechter und verbessern die Qualität des Studiums / Hessische Wirtschaft fordert Hochschulleitungen, Studenten und Hochschulräte auf, sich dem Qualitätswettbewerb zu stellen
(Frankfurt am Main) - Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) begrüßt die von der Landesregierung beabsichtigte Einführung von Studiengebühren. Sie unterstützt diese bildungspolitisch richtige, bereits seit den 70er-Jahren geforderte Maßnahme nach Kräften, weil sie die Studienqualität verbessert und mehr Gerechtigkeit schafft. Prof. Dieter Weidemann, der Präsident der VhU, fasste die auf der heutigen Präsidiumssitzung beschlossenen Forderungen zusammen: Die hessische Wirtschaft fordert die hessischen Hochschulleitungen und Hochschulmanager auf, ihren Widerstand gegen Studiengebühren aufzugeben und sich diesem Qualitätswettbewerb in vollem Umfang zu stellen. Wir fordern die Studenten auf, ihre Kritik in ihrem eigenen Interesse auf die Qualitätsdiskussion zu lenken. Und wir fordern die Hochschulräte auf, die Einführung der Studiengebühren energisch zu unterstützen.
Denn so begründete das VhU-Präsidium Studiengebühren seien der beste Weg zu mehr Qualität an den Hochschulen, weil sie bei den Studenten den Blick für die Zukunftsinvestition Studium schärften. Der eigene Beitrag von Studenten werde das Verständnis des Studiums und damit auch das Verhältnis zwischen Studierenden, Lehrenden und Hochschulen fundamental verändern. Das Studium werde zu einer Investition in die eigene Zukunft, auf deren Qualität man gezielt Einfluss nehme. Wer selbst einen Teil seines Studiums bezahlt, wird es sich nicht gefallen lassen, dass er in überfüllten Hörsälen Mittelmaß vorgesetzt bekommt. Vielmehr wird er sich sehr genau anschauen, wo das Beste für seine individuellen Bedürfnisse angeboten wird. Das wird den Qualitätswettbewerb der Hochschulen entscheidend beschleunigen, so der VhU-Präsident. Deshalb verstehe das Präsidium überhaupt nicht, warum die Studenten nicht ihre Hochschule und die Landesregierung in die Pflicht nähmen, schon mit Einführung der Studiengebühren sofort messbare qualitative Verbesserungen bereitzustellen. Diese Forderung würde die hessische Wirtschaft sofort mittragen.
Außerdem beendeten Studiengebühren einen jahrzehntelangen ungerechten Zustand. So sei es alles andere als gerecht, dass z. B. eine Friseurin mit einem Stundenlohn von 7 Euro über ihre Steuer einem Akademiker das Studium finanziere, der später das Vielfache ihres Lohns erhalte. Und dass dieselbe Friseurin ihren sechsmonatigen Meisterlehrgang mit 5.000 Euro ganz selbstverständlich selbst bezahlen müsse, der Student aber nicht. Studiengebühren seien dann gerecht, wenn jedem der Zugang zum Studium ermöglicht werde. Dies müsse durch ein bequemes Darlehen geschehen, das dann zurückgezahlt wird, wenn der Akademiker entsprechend zur Rückzahlung in der Lage ist. Diesen zweiten Schritt habe die Vhu der Landesregierung vorgeschlagen und diese habe die Zusicherung gegeben.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Heike Krasemann, Referentin, Pressestelle
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
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