VhU zu den Flughafenplänen von Rot-Grün / Fasbender: Den Jobmotor im Abschwung abzuwürgen ist der Gipfel der Widersprüchlichkeit
(Frankfurt am Main) - Den Jobmotor im Abschwung abzuwürgen ist der Gipfel der Widersprüchlichkeit. Das Koalitionspapier von Rot-Grün mit dem Vorhaben eines ergänzenden Verfahrens zum Nachflugverbot zusammen mit der Androhung, den Sofortvollzug des Planfeststellungsbeschlusses auszusetzen, verursacht einen Zeitaufschub für den Ausbau von mindestens zwei Jahren. Diese Koalition wird damit, wenn sie an die Regierung kommt, dafür sorgen, 72.000 Menschen vergeblich auf die an den Flughafenbausbau gebundenen Arbeitsplätze warten zu lassen, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) am Samstag (25. Oktober 2008) in Frankfurt. Denn die direkt am Flughafen neu entstehenden 40.000 Arbeitsplätze erzeugten im Umfeld der Logistik, des Einzelhandels bis hin zum Taxigewerbe weitere 32.000 Jobs. Das entspreche insgesamt dem kompletten Beschäftigungsvolumen des Frankfurter Finanzplatzes, also der nach Arbeitsplätzen fünftgrößten Branche in Hessen.
Die gegenwärtige wirtschaftliche Situation sei von einem deutlichen Abschwung, den die Finanzmarktkrise wie ein Turbo beschleunige, geprägt. Immer mehr Unternehmen meldeten Auftragseinbrüche und Gewinnrückgänge. Einige sprächen bereits von Personalabbau. Erschwerungen in der Kreditfinanzierung träten hinzu. Dies werde mit der entsprechenden zeitlichen Verzögerung die Arbeitslosigkeit wieder massiv steigen lassen. Schon forderten auch Politiker der SPD und Gewerkschafter Konjunkturprogramme, um die Wirtschaft anzuregen und Arbeitsplätze zu sichern. Da sei es ein eklatanter Widerspruch, ausgerechnet auf das bereits beschlossene, riesige Konjunkturprogramm Flughafenausbau zumindest für die nächsten Jahre zu verzichten. Wo sonst sollen im Abschwung neue Arbeitsplätze in Hessen herkommen, wenn nicht von diesem einzigartigen Jobmotor? so Fasbender weiter.
Aber genau in dieser Situation beschließe Rot-Grün, 72.000 Arbeitsplätze auf die lange Bank oder gar den St. Nimmerleinstag zu parken, mit denen diesem Abschwung erfolgreich getrotzt werden könnte. Dass die Grünen sich hier nicht belehren lassen, überrascht uns nicht. Sie haben die Ablehnung des Flughafenausbaus im Koalitionsvertrag sogar protokollieren lassen und wissen den externen Mehrheitsbeschaffer die Linken an ihrer Seite. Dass aber die hessischen SPD-Politiker sich gegen die Interessen ihrer traditionellen Wählerschaft stellen, kann uns nur wundern. Verantwortliche Standortpolitik in Hessen sieht anders aus, so Fasbender abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation
Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126
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