Pressemitteilung | VhU - Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. - Hauptgeschäftsstelle
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VhU zum Planfeststellungsbeschluss Flughafenausbau / Fasbender: "Guter Kompromiss für die Region: Aktiver Lärmschutz nützlicher als totales Nachtflugverbot!“ / Überdurchschnittlicher Anteil am boomenden Logistikmarkt / Bestes Argument im Standortmarketing

(Frankfurt am Main) - „Der positive Planfeststellungsbeschluss für den Frankfurter Flughafen ist ein guter Kompromiss für die Region. Er ermöglicht dynamisches Wachstum und fördert zugleich Lärmschutz. Der Flughafen und die nach geschal­teten Logistikunternehmen sind der große Jobmotor in Deutschland“, sagte Volker Fasbender, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) heute (19. Dezember 2007) in Frankfurt. 40.000 neue Arbeitsplätze kämen direkt zu den schon bestehenden 70.000 am Frankfurter Flughafen hinzu. Weitere 60.000 entstünden indirekt durch nachgelagertes Geschäft. Der Logistikmarkt in Deutsch­land insgesamt erwirtschafte mit einem Umsatzvolumen von 170 Mrd. Euro und rd. 2,5 Mio. Beschäf­tigten rd. 7,5 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts. Er sei damit nach Handel und Automobilindustrie in Deutschland drittgrößte Branche. Der Groß­raum Frankfurt­RheinMain erwirtschafte mit 332.000 Beschäftigten in der Logistik rd. 23 Mrd. Euro. Das entspricht mehr als 13 Prozent des gesamten Logistikmarkts in Deutschland. Damit sei der Logistikmarkt dieser Region signifikant größer als der Bundesdurchschnitt und nach Zahl der Beschäftigten die größte Branche noch vor der Metall- und Elektro-Industrie mit 230.000 Beschäftigten in ganz Hessen.

Die 17 Ausnahmen geplanter Flüge vom Nachtflugverbot seien nicht das unternehmerisch Wünschenswerte. Aber für die berechtigten Lärmschutzinteressen der Bevölkerung gerade in den Ein- und Abflugschneisen könnten sie doch ein hinnehmbarer Kompromiss sein. Zumal jetzt, nachdem die Luftverkehrswirtschaft mit einer Selbstverpflichtung auf der Basis des Anti-Lärm-Pakts aktive Lärmschutz­maßnamen über das gesetzlich erforderliche Maß hinaus mit der Landesregierung verabredet habe. Dieser Kompromiss nütze allen und verlange allen Beteiligten zugleich Zugeständnisse ab: den Bürgern, weil sie durch Vorleistungen der Flughafenwirtschaft mehr Lärmschutz bekämen, als gesetzlich vorgeschrieben sei. Den Kommunen, deren Wirtschaftskraft unauflösbar mit diesem Flughafen verbunden ist. Und der Wirtschaft, der er zwar erhebliche Kosten und Aufwand abverlange, die aber auf planbare und berechenbare Rahmenbedingungen angewiesen sei.

„Eine Vielzahl von Unternehmen ist nur in diese Region gekommen, weil sie diesen Flughafen hier vor der Haustür haben“, so Fasbender weiter. Unternehmen siedelten sich bevorzugt hier aufgrund der Mittellage sowie einer herausragenden Infrastruktur und ihrer Nutzungsmöglichkeiten an. Sowohl für die Beschäftigten in der Region als auch für die Produktauslieferungen der angesiedelten Unternehmen sei der Flughafen aufgrund seiner weltweiten Anbindung und Nutzbarkeit rund um die Uhr lebenswich­tig. Der positive Planfeststellungsbeschluss sei daher auch das beste Argument dieser Region im künftigen Standortmarketing.

„Alle Umlandgemeinden – ohne Ausnahme – leben eindeutig von der Nähe zum Flughafen und hätten beim Nichtausbau schwerste Nachteile“, so Fasbender. Deshalb appelliere die VhU an die Kommunen, ihre zweideutige Einstellung zur Erweiterung des Flughafens Frankfurts aufzugeben. So versuchten manche Kommunen, den Ausbau mit juristischen Interventionen zu verhindern, würden gleichzeitig aber in ihren Prospekten immer mit den Vorteilen des Weltflughafens werben. Bei allem Verständnis dafür, dass Kommunen auch den berechtigten Lärmschutz-Interessen ihrer Bürger Rechnung tragen müssen, müssten sie angesichts der wirtschaftlichen Dimension eine klare Priorität für den Ausbau treffen.

Das Planfeststellungsverfahren zum Kapazitätsausbau des Flughafens ist das größte in Deutschland und mit 17.500 Antragsseiten, 34 Gutachten und Untergutachten so­wie 790 Plänen „zugleich ein Beispiel deutscher Überperfektion“, so Fasbender abschließend. Deshalb sollte das Verfahren und die Erörterung auch dazu dienen, zu überlegen, wie Genehmigungsverfahren ohne Qualitätsverzicht in Deutschland effizienter gestaltet und beschleunigt werden können.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Leitung, Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Telefax: (069) 95808-126

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