Pressemitteilung | Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)

VhU zur Landtagsanhörung Umsetzung Digitalpakt Schule / Wirtschaft begrüßt gesetzliche Grundlage für Umsetzung des Digitalpakts Schule mit rund 496 Millionen Euro // Besonders dringender Investitionsbedarf an Berufsschulen als Partner der dualen Berufsausbildung

(Frankfurt am Main) - "Die hessische Wirtschaft begrüßt, dass die Landesregierung noch in diesem Jahr eine konkrete Antragstellung der Schulträger für Finanzhilfen anstrebt, um die digitale Aufrüstung der hessischen Schulen voranzubringen. Mehr als 372 Millionen Euro aus dem Digitalpakt Schule von Bund und Ländern sowie zusätzliche 124 Millionen Euro von Land und Schulträgern sind hierfür eine beachtliche Grundlage. Der heute im Landtag beratene Entwurf einer Umsetzungsgesetzes schafft für den Start der Investitionen alle finanzrechtlichen und -technischen Voraussetzungen", lobte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), den Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen im Rahmen der heutigen Anhörung des Kulturpolitischen Ausschusses des Hessischen Landtags.

Mit dem Anfang Juni 2019 vorgestellten Programm "Digitale Schule Hessen" der Landesregierung sind aus Sicht der VhU auch gleichzeitig die zentralen Investitionsfelder klar definiert. "Es geht nicht nur um Netzanschlüsse und technische Ausstattung als digitale Infrastruktur, sondern gleichzeitig auch um die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrer sowie die Entwicklung und Umsetzung pädagogischer Konzepte zum Unterrichtseinsatz digitaler Medien", erläuterte Pollert und hob die von der Landesregierung beabsichtigte Entwicklung eines modernen Medienbildungskonzeptes als Grundlage und Klammer für alle Investitionsfelder hervor. "Wir verstehen dies als Leitplanke bzw. Korridor für alle Schulen und auch Schulträger, damit hier eine Standardisierung zur Orientierung und Hilfe für alle Schulen genutzt werden kann", ergänzte der VhU-Hauptgeschäftsführer.

Die VhU bedauert allerdings, dass der dringende digitale Nachrüstungsbedarf der Berufsschulen zwar von den Regierungsfraktionen und der Landesregierung gesehen, aber bisher nur als "besonders zu berücksichtigen" erwähnt werde. "Wir erwarten ein schnelles und konkretes Konzept mit einer klaren Priorisierung der Berufsschulen bei den Investitionen", forderte Pollert und verwies dazu auf die besondere Aufgabe der Berufsschulen als Partner der dualen Berufsausbildung mit ihrer engen Einbindung in die Betriebe, bei denen die digitale Entwicklung bereits weit fortgeschritten sei. "Wir müssen einen Digitalspagat der 2 Lernorte Berufsschule und Betrieb in Antik und Modern unbedingt vermeiden", verdeutlichte der VhU-Hauptgeschäftsführer.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Fax: (069) 95808-126

(df)

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