Pressemitteilung | Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
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Videotheken brauchen die Sonntagsöffnung in NRW

(Berlin) - Die Sonntagsöffnung für Videotheken ist der längst überfällige Schritt zur Gleichberechtigung mit Theatern und Kinos an Sonntagen und ein wichtiger Beitrag zur Erweiterung des Freizeitangebots an Sonntagen vor allem für Familien. Der Innenausschuß im Landtag von Nordrhein-Westfalen befasst sich am morgigen Donnerstag (08. Dezember 2005) mit diesem Thema im Rahmen einer Expertenanhörung.

"Bisher ist die mittelständisch geprägte Freizeitbranche der Videotheken gegenüber Theatern und Kinos an Sonntagen krass benachteiligt. Ihnen wird in Nordrhein-Westfalen die Öffnung am Sonntag versagt, obwohl es keine zwingenden Gründe dafür gibt", erklärt Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Wirtschaftlicher Mittelstand, die die Videotheken in ihrem Kampf für die Sonntagsöffnung unterstützt.

"Mal argumentiert man mit dem Ladenschlussgesetz, mal argumentiert man mit dem christlichen Sonntagsgebot, um die Öffnung an Sonntagen zu verhindern. Fakt ist, dass die Videotheken gar nicht dem Ladenschlussgesetz unterliegen und eine Kollision mit Gottesdiensten vermieden werden kann, wenn die Videotheken am Nachmittag bzw. am Abend öffnen. So machen das Theater und Kinos und so machen das die Videotheken in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz auch. Beschwerden der Kirchen sind mir dabei nicht bekannt."

Guhl sieht in der Weigerung der nordrhein-westfälischen Politik, die Sonntagsöffnung zu genehmigen, auch einen starken Wettbewerbsnachteil des Standortes NRW: "Der Politik muss klar sein, dass in den Grenzregionen zu den übrigen Bundesländern ein Videothekensterben einsetzt, da Sonntags eine besonders umsatzstarke Zeit ist. Umgekehrt können durch die Sonntagsöffnung einige hundert Arbeitsplätze durch die Videotheken geschaffen werden. Es wäre von der Landespolitik leichtfertig, diese Perspektive zu übersehen!"

Guhl wünscht sich daher, dass von der Expertenanhörung ein kraftvolles Signal für die Sonntagsöffnung ausgeht: "Niemandem wird etwas weggenommen, auf der anderen Seite sind mehr Arbeitsplätze und ein höherer Freizeitwert zu gewinnen. Diese Chance muss die Politik ergreifen."

Quelle und Kontaktadresse:
Aktionsgemeinschaft Wirtschaftlicher Mittelstand e.V. (AWM) Matthias Bannas, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10

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