Virchowbund mahnt: Einigkeit macht stark
(Berlin) - Als fachübergreifender Verband, der niedergelassene Hausärztinnen und Fachärzte gleichermaßen vertritt, sind wir entsetzt über das Aufkommen einer innerärztlichen Auseinandersetzung auf dem niedrigen Niveau von Schuldzuweisungen und Herabwürdigungen.
„Wir, die niedergelassenen Haus- und Fachärztinnen und -ärzte, behandeln die Patienten gemeinsam. So einig sollten wir auch als Berufsverbandsvertreter auftreten“, appelliert der Virchowbund-Bundesvorsitzende Dr. Dirk Heinrich.
Zitierte Äußerungen der Verbandsspitze des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes auf der Delegiertenversammlung, dass Fachärzte in Heimen nur zum Angehörigenbesuch anzutreffen seien, oder über lautstarke Facharzt-Funktionäre, die nach dem St.-Florians-Prinzip agierten, sind der eigenen Unzufriedenheit geschuldet. Sie schaden als öffentliche Äußerungen aber dem Ansehen des gesamten ärztlichen Berufsstandes.
Allgemeinärzte und hausärztliche Internisten steuern in der Regel die Patienten und sind deren Hauptansprechpartner. Sie erhalten aber für gewöhnlich erst durch Fachärzte eine gesicherte Diagnosestellung. Eine hausärztliche Versorgung ist ohne das Vorhandensein von starken ambulanten fachärztlichen Strukturen nicht denkbar. „Wir müssen uns klar werden, dass der eine Bereich nicht ohne den anderen funktioniert. Das ist die Stärke der ambulanten Versorgung in Deutschland“, mahnt Dr. Heinrich.
„Im Virchowbund, dem größten fachübergreifenden Berufsverband niedergelassener Haus- und Fachärzte, herrscht darüber seit unserer Gründung vor über 75 Jahren Einigkeit. Wir setzen auf Gemeinsamkeit.
Wenn sich eine Berufsgruppe nun im Abwehrkampf gegen Kürzungen durch das Gesundheits-Spargesetz gegen die andere stellt, ist das unsolidarisch und politisch unklug, denn sie spielt damit der Politik in die Hände. Kürzungen bei der Hausarztzentrierten Versorgung, dem Geschäftsmodell des Hausärzteverbandes zur Finanzierung seiner Lobbytätigkeit, schaden den vorhandenen Strukturen. Die Kürzungen bei der offenen Sprechstunde und in den Terminvermittlungsfällen schaden den Strukturen der Fachärzte. Beide Bereiche werden aber für ein Primärversorgungssystem dringend gebraucht.“
Der Virchowbund-Bundesvorsitzende erklärt: „Wir sollten unsere Kräfte bündeln, und gemeinsam für eine ausreichende Finanzierung des Gesundheitssystems kämpfen – vor allem für die ausreichende Finanzierung der Leistungen für Bürgergeldempfänger –, anstatt uns gegenseitig anzugreifen.“
Quelle und Kontaktadresse:
Virchowbund - Verband der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V., Adrian Zagler, Bereichsleiter(in) Kommunikation, Chausseestr. 119b, 10115 Berlin, Telefon: 030 288774-0
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