VNW-Direktor Andreas Breitner: Baupreise steigen. Jetzt müssen alle Beteiligte rasch ins Bauen kommen.
(Hamburg) - Angesichts rasant steigender Baupreise hat VNW-Direktor Andreas Breitner die norddeutschen Kommunen aufgerufen, in Planung befindliche Bauprojekte rasch umzusetzen.
„Wir erleben, auch infolge internationaler Krisen, derzeit einen deutlichen Anstieg bei den Baukosten“, sagt der Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW). „Alle Beteiligte müssen jetzt rasch ins Bauen kommen, um zu retten, was noch zu retten ist. Ich habe Sorge, dass die Einsparpotenziale durch den ‚Bau-Turbo‘ und die Reduzierung von Baustandards durch steigende Preise ‚aufgefressen‘ werden.“
Die Baubranche habe am Wochenende vor anziehenden Preisen auf breiter Linie, gewarnt, sagt VNW-Direktor Andreas Breitner. „Ursachen sind höhere Preise für Material und höhere Transportkosten infolge gestiegener Benzin- und Dieselpreise.“ Dabei seien unterschiedliche Baustoffe betroffen: von Stahl über Beton bis hin zu Dämmstoffen und Folien, die auf Rohöl basierten. „Bauexperten gehen seit dem Iran-Krieg von einer Baukostensteigerung um drei bis fünf Prozent aus.“
Der VNW-Direktor erwartet, dass die weltpolitische Situation sich nicht rasch entspannen wird. „Es ist ja nicht nur der Iran-Krieg. Auch in der Ukraine geht der Angriff Russlands unvermindert weiter. Die Störung der Lieferketten wiederum wirft ihre Schatten voraus. „Wir hören aus der Baubranche, dass viele Baufirmen planten, die Preise für ihre Angebote schon bald zu erhöhen. Das erschwert die Kalkulation von Bauprojekten außerordentlich.“
Hamburgs Bausenatorin Karen Pein erhofft sich durch die Einführung des Hamburg-Standards eine Senkung der Baukosten um bis zu 2000 Euro. In Schleswig-Holstein zeitigt das Prinzip des „einfachen Bauens“ erste positive Ergebnisse. „Auch wenn es noch nicht genügend Erfahrungen aus der Praxis gibt, so teilen wir den Optimismus der nachhaltigen Reduzierung von Baukosten. Jetzt droht den Maßnahmen infolge steigender Baukosten jedoch Ungemach.“
Je schneller Bauprojekte jetzt starten, desto größer ist die Chance, diese mit halbwegs vertretbaren Baukosten umsetzen zu können. „Alle Beteiligte sollten sich umgehend an einen Tisch setzen und noch offene Frage klären. Jetzt tut Eile not.“
Quelle und Kontaktadresse:
(vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., Oliver Schirg, Pressesprecher(in), Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg, Telefon: 040 520110
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