Pressemitteilung | (vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
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VNW-Direktor Andreas Breitner: Land muss auch die DDR-Altschulden der Genossenschaften übernehmen

(Hamburg) - In den vergangenen Wochen hat das Land für eine Reihe von kommunalen Wohnungsunternehmen die DDR-Altschulden übernommen. Die Mittel dienen der weiteren Ablösung von Wohnungsbaualtschulden aus der DDR-Zeit, die viele Kommunen und kommunale Wohnungsunternehmen auch mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung noch immer belasten. Zuletzt übergab Landesinnenminister Christian Pegel am vergangenen Freitag mehrere Bescheide mit einer Gesamtsumme von elf Millionen Euro an die Stadt Greifswald.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Mecklenburg-Vorpommern geht bislang als einziges ostdeutsches Bundesland die Problematik der DDR-Altschulden an. Das ist aller Ehren wert und ein notwendiger Schritt zur Stärkung der sozialen Vermieter. Obwohl das Land amtlich anerkannt als arm gilt, setzt es einen Teil der knappen finanziellen Mittel dafür ein und erweist sowohl den Unternehmen als auch den Kommunen einen großen Dienst.

Leider ist das Vorgehen der Landesregierung zu kurz gesprungen, denn auch Wohnungsgenossenschaften leiden nach wie vor unter DDR-Altschulden. Wir haben in Mecklenburg-Vorpommern 68 Genossenschaften, die oftmals einer der wenigen wirtschaftlichen Anker vor Ort sind. Dass ihre Mitglieder nach wie vor für Verbindlichkeiten der DDR-Regierung aufkommen müssen, ist nicht rechtens.

Genossenschaften haben noch immer mehr als 90 Millionen Euro Schulden in ihren Büchern stehen. Das Geld müssten die Unternehmen, vor allem auf Grund der Herausforderungen der Energiewende, sinnvoller investieren als in Schuldentilgung. Wir gehen davon aus, dass zum Erreichen von Klimaneutralität 2045 Investitionen von bis zu zwei Euro pro Quadratmeter notwendig sind.

Um den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen zu mindern, müssen unsere Betriebe in den kommenden Jahren also riesige Summen investieren. Da ist es mehr als ärgerlich, wenn den Unternehmen wertvolle Finanzmittel aus der Tasche gezogen werden, um Schulden zu begleichen, die sie nicht zu verantworten haben.

Wohnungsbaugenossenschaften sind wie die kommunalen Wohnungsgesellschaften Vermieter mit Werten. Sie bieten Wohnungen zu bezahlbaren Preisen an. Vor allem im ländlichen Raum gehören sie zu den wenigen starken wirtschaftlichen Verbündeten der Kommunen und der örtlichen Wirtschaft.“

Quelle und Kontaktadresse:
(vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., Oliver Schirg, Pressesprecher(in), Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg, Telefon: 040 520110

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