Pressemitteilung | (vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
Anzeige

VNW-Direktor Andreas Breitner zum GREIX-Mietpreisindex, der vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW)

(Hamburg) - Die Mieten in Deutschland haben zum Jahresende 2025 vielerorts deutlich angezogen. Im vierten Quartal seien die Angebotsmieten um 4,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum, rund doppelt so stark wie die allgemeine Inflation, berichtet die Nachrichtenagentur dpa mit Verweis auf den GREIX-Mietpreisindex, der vom Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) herausgegeben wird. Verglichen mit dem dritten Quartal habe das Plus in den 37 untersuchten Städten und Regionen bei 1,0 Prozent gelegen.

Dazu erklärt Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW):

„Ohne das Problem des Mangels an bezahlbarem Wohnraum herunterreden zu wollen, gilt es festzuhalten: die Studie bündelt ‚Angebotsmieten für Wohnungen aus mehreren Plattformen für 37 Städte und Regionen‘.
Damit spiegelt die Studie nur einen kleinen Teilbereich des Wohnungsmarktes wider, und zwar Mieten für jene Wohnungen, die auf Wohnungsportalen angeboten werden.

Angebotsmieten machen einen geringen Teil des Wohnungsmarktes aus
Angebotsmieten sind jedoch nur relevant, wenn eine Mieterin bzw. ein Mieter eine Wohnung sucht. Wer (bezahlbar) wohnt und keine Wohnung sucht, für den sind (hohe) Angebotsmieten zunächst einmal irrelevant.
Bei der im Herbst vergangenen Jahres veröffentlichten Hamburger Mietenstudie, bei der 283.000 reale Mietverträge, also Mietverträge, die derzeit wirklich gelten, untersucht wurden, lag der Anteil der Angebotsmieten bei unter zehn Prozent.

Zudem werden die allermeisten Wohnungen mit bezahlbaren Mieten gar nicht auf einem Portal angeboten, sondern von Genossenschaften oder kommunalen Gesellschaften direkt vermarktet.

Diese Wohnungen fließen also nicht die aktuelle Studie ein, so dass diese ein etwas verzerrtes Bild des Wohnungsmarktes zeichnet. Die monatliche Netto-Kaltmiete der VNW-Mitgliedsunternehmen in Schleswig-Holstein und Hamburg liegt deutlich unter den Werten der örtlichen Mietenspiegel.
VNW-Unternehmen sehen die aktuelle Mietenentwicklung mit Sorge
Nichtsdestotrotz sehen auch die am Gemeinwohl orientierten Wohnungsunternehmen die aktuelle Mietenentwicklung mit Sorgen. Vor allem in besonders nachgefragten Regionen gibt es zu wenig Wohnraum, der für Ottonormalverbraucher bezahlbar ist. Das ist sozialer Sprengstoff.

Ein Ausweg aus der schwierigen Lage ist der Bau neuer Wohnungen zu bezahlbaren Preisen. In dieser Hinsicht haben Hamburg mit dem ‚Hamburg-Standard‘ und Schleswig-Holstein mit dem ‚vereinfachten Bauen‘ erste Schritte in die richtige Richtung getan.

Quelle und Kontaktadresse:
(vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V., Oliver Schirg, Pressesprecher(in), Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg, Telefon: 040 520110

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige