Pressemitteilung | (vnw) Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V.
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VNW stellt Repräsentativität und Aussagekraft der Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes in Frage

(Hamburg) - Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. (VNW) stellt die heute vom Deutschen Mieterbund (DMB) in Berlin vorgestellten bundesweiten Betriebskostenspiegel in ihrer Repräsentativität und Aussagekraft in Frage. Der DMB suggeriert, dass die Betriebskostenspiegel eine vergleichbare Bedeutung haben wie ein Mietspiegel. Nur der Mietspiegel ist jedoch ein gesetzlich begründetes Instrument zur Feststellung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Für den Mietspiegel gibt es präzise Vorgaben, wie diese erstellt und angewendet werden müssen. Ein qualifizierter Mietspiegel wird im Gegensatz zu den Betriebskostenspiegeln des DMB nach wissenschaftlichen Grundsätzen unter Beteiligung der jeweiligen Stadt, der Vermieter- und der Mieterverbände aufgestellt.

VNW- Verbandsdirektor Dr. Joachim Wege:

„Für die Betriebskostenspiegel des DMB gibt es keine vergleichbare rechtliche Grundlage. Die Vielzahl von regionalen und lageabhängigen Einflussfaktoren, wie das Baujahr, das Alter der Heizungsanlagen und der Grad der Wärmedämmung, machen es unmöglich, differenzierte bundesdurchschnittliche Vergleichswerte zu bilden. Die Spannbreiten der einzelnen Betriebskostenarten variieren sehr stark. Der Betriebskostenspiegel des DMB ist deshalb völlig ungeeignet, Rückschlüsse auf die Angemessenheit von Betriebskosten in konkreten Wohnanlagen zu ziehen. 70 Prozent aller Betriebskostenarten werden von den Kommunen und Ländern verantwortet, z.B. über die Festsetzung der Gebühren für Wasser, Abfall, Müll, Grundsteuer und die Genehmigung der Preise für Energie wie Strom und Fernwärme. Diese Kosten können von Wohnungsunternehmen und Vermietern nur eingeschränkt beeinflusst werden. Darüber hinaus sind Betriebskosten zu einem erheblichen Teil auf den individuellen Verbrauch der Mieter zurückzuführen. Unsere Mitgliedsunternehmen haben seit 1995 über 11 Milliarden Euro in Modernisierung und Instandsetzung ihres Gebäudebestandes investiert. Damit haben sie die Voraussetzungen für Einsparungen bei den Betriebskosten der Mieter geschaffen.“

Die Wohnungswirtschaft führt seit 2002 ein Betriebskostenbenchmarking auf Grundlage der sog. Geislinger Konvention durch. Hier werden Betriebskosten von mehr als 1,2 Millionen Wohnungen in statistisch abgesicherten Kostenvergleichen ausgewertet.

Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. vertritt 323 Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Jährlich investieren sie über 1 Milliarde Euro in den Wohnungsbau, um ihren Mietern attraktiven Wohnraum zu bieten. In ihren 750.000 Wohnungen leben rund 1,6 Millionen Menschen. Die VNW- Mitgliedsunternehmen sind somit die wichtigsten Anbieter von Mietwohnungen in Norddeutschland.

Quelle und Kontaktadresse:
VNW Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen e.V. Pressestelle Tangstedter Landstr. 83, 22415 Hamburg Telefon: (040) 520110, Telefax: (040) 52011201

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