Pressemitteilung | Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt)
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Vogelgrippe: Tierärztepräsident rügt mangelhafte Seuchenbekämpfung

(Frankfurt) - Massive Kritik an der deutschen Seuchenbekämpfung übt Dr. Hans-Joachim Götz, Präsident des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte (bpt). Der bundesweit erste Befall eines Geflügelhofs in Wermsdorf bei Leipzig deckt gravierende Mängel auf.

Wegen seiner Größe war der Nutzgeflügelbetrieb in Wermsdorf teilweise von der Stallpflicht befreit. Götz äußert Unverständnis über diese Maßnahme: „Damit wurden die angeordneten Maßnahmen des BMELV unterlaufen. Dieser Fehler kann im vorliegenden Fall zur Infektion des Bestandes geführt haben.“

„Die Gewöhnung und damit das Abflauen des medialen Interesses an der aviären Influenza im Wildgeflügel darf nicht zu Sorglosigkeit und Gleichgültigkeit führen“, rügt Götz das Verhalten der Behörden. So lange man nicht sichere Erkenntnisse über Infektionswege und Seuchendynamik habe, dürfe keine Nachlässigkeit geduldet werden. Die Gefahren durch eine Verschleppung des Virus in Nutztierbestände seien hinsichtlich gesundheitlicher aber auch wirtschaftlicher Schäden immens.

Präsident Götz weist daraufhin, dass die Wahrscheinlichkeit von Mutationen des genetischen Materials der Viren und damit eine Gefährdung, auch der menschlichen Gesundheit, bei dem rasanten Infektionsgeschehen in Massenbeständen ungleich höher sein könnte, als in der freien Natur.

„Mit den eindeutigen Vorgaben hinsichtlich der Seuchenbekämpfung und den verstärkten Anstrengungen zur Erforschung der aviären Influenza (Vogelgrippe) hat die Bundesregierung den richtigen Weg aufgewiesen. Wenn man den Erfolg nicht gefährden will, muss dies auch vor Ort absolut konsequent umgesetzt werden.“

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. Pressestelle Hahnstr. 70, 60528 Frankfurt am Main Telefon: (069) 6698180, Telefax: (069) 6668170

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