Vor Tarifrunde 2009: Bange machen gilt nicht
(Berlin) - Wenige Tage vor Beginn der Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) betont Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE): "Bange machen gilt nicht. Wir fordern für die Tarifbeschäftigten in den Bildungseinrichtungen acht Prozent mehr Lohn. Unsere Richtschnur sind dafür die Tarifergebnisse für Bund und Kommunen vom Frühjahr 2008."
Eckinger weist Einschüchterungsversuche zurück. "Die aktuelle Finanzkrise scheint manchem gelegen zu kommen, unsere gewerkschaftliche Forderung in Frage zu stellen. Die schnelle Bereitschaft der Regierungen, die Verantwortlichen des Desasters finanziell weich zu betten, bestärkt uns, mit den acht Prozent richtig zu liegen", so der VBE-Bundesvorsitzende. "Wir haben allen Grund, selbstbewusst in die Verhandlungen ab 19. Januar in Berlin zu gehen. Nach drei Nullrunden ist die Zeit für Ausflüchte abgelaufen. Völlig zu Recht erwarten die Tarifbeschäftigten in Schulen, Kindergärten und Hochschulen gutes Geld für ihre gute Arbeit." Eckinger unterstreicht, er registriere mit Freude, dass es in der Bevölkerung einen größer werdenden Rückhalt für ein starkes öffentliches Bildungswesen gebe. Dies stärke den Betroffenen unbedingt den Rücken.
VBE-Tarifexperte Helmut Liebermann, der stellvertretender Bundesvorsitzender der dbb Tarifunion ist, erklärt, ein Gegenrechnen von Arbeitsplatzsicherheit und Lohnzurückhaltung sei nicht hinnehmbar. "Die Tarifforderung von acht Prozent ist nach den Nullrunden mehr als notwendig. Pädagogisches Engagement für Kinder und Jugendliche muss endlich einen Stellenwert bekommen, der sich deutlich in mehr Euro und Cent ausdrücken lässt." Liebermann sagt weiter: "In den bevorstehenden Tarifverhandlungen setzen wir auf die Solidarität von tarifbeschäftigten und beamteten Pädagoginnen und Pädagogen in den Ländern. Wir werden auf der zeitgleichen Umsetzung der Tariferhöhungen auch für die Bezahlung der beamteten Kolleginnen und Kollegen bestehen."
Der VBE setzt unter dem Dach der dbb Tarifunion, die einer der Verhandlungspartner ist, die Interessen seiner tarifbeschäftigten Mitglieder an Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen durch.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)
Pressestelle
Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7261966-0, Telefax: (030) 7261966-19
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