Pressemitteilung | Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)

Vorschlag eines neuen Gewerbegebiets an der "Züricher Straße" / Avenarius: "Scheitern des Projektes wäre ein Rückschlag für die Zukunft von Industrie und Beschäftigung in Frankfurt

(Frankfut am Main) - Schon seit Jahren wird in Frankfurt über die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes diskutiert. Zwischenzeitlich sah es so aus, dass es endlich dazu kommt. Im Rahmen der Vorstellung des Stadtentwicklungskonzeptes wurde ein neues Gewerbegebiet an der Züricher Straße vorgeschlagen.

Es besteht ein breiter Konsens, dass neue Flächen nicht nur für Wohnen, sondern auch für Gewerbe in Frankfurt dringend benötigt werden. Auch aus der Koalition im Römer hörte man nichts anderes - weder zu dem Bedarf noch zu dem Vorschlag "Züricher Straße". Der Frankfurter Magistrat hat die Prüfung des entsprechenden Gewerbegebiets in Nieder-Eschbach im vorgelegten Gewerbeflächenentwicklungsprogramm verabschiedet und der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung vorgelegt.

"Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu verstehen, dass - offensichtlich als Vorgeplänkel zur Kommunalwahl - eine Entscheidung im Planungsausschuss der Stadt zuletzt zurückgestellt wurde. Es wäre ein Armutszeugnis, wenn dieses Projekt jetzt auf den letzten Metern aus politischem Kalkül scheitert. Für die Entwicklung der Stadt wäre es ein Desaster und für die Zukunft von Industrie und Beschäftigung in Frankfurt ein Rückschlag", sagte Friedrich Avenarius, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Geschäftsstelle Rhein-Main-Taunus. "Wir appellieren dringend an die verantwortlichen Personen beziehungsweise Parteien, sich zu dem neuen Gewerbegebiet zu bekennen und den nächsten Schritt gemeinsam zu beschließen." Am 18. Januar 2021 findet die nächste Sitzung des Planungsausschusses statt.

Heute schon müssten Ansiedlungswünsche von Interessenten mangels Flächen zurückgewiesen werden. "Angesichts der großen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, wäre es ein schwerer Fehler, wegen der fehlenden Ausweisung von neuen Flächen, die Neuansiedlung von Unternehmen unmöglich zu machen", mahnte Avenarius.

Das "Räumlich-funktionale Entwicklungskonzept Gewerbe" erachtet der Beirat Industrie, dem Avenarius angehört, als zentralen Baustein des Masterplans Industrie für die Stadt Frankfurt am Main. In dem Konzept werden Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zur Stärkung des hiesigen Industriestandorts formuliert, denn die Nachfrage nach Gewerbeflächen wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Daher setzen sich der Beirat Industrie und die VhU dafür ein, dass ein bedarfsgerechtes Angebot an Gewerbegebieten entwickelt sowie ungenutzte und leerstehende Gewerbeflächen wieder aktiviert werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Fax: (069) 95808-126

(ds)

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