Pressemitteilung | Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg

Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg begrüßt „unorthodoxe Denkanstöße" der Bundesgesundheitsministerin

(Stuttgart) - Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg begrüßt die „unorthodoxen Denkanstöße" der Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer zur Erschließung neuer Geldquellen für die gesetzliche Krankenversicherung. „Mit ihrer Suche nach neuen Finanzierungsgrundlagen für die gesetzliche Krankenversicherung bestätigt die Ministerin eine Forderung der niedergelassenen Kassenärzte, dass mit den vorhandenen Finanzmitteln eine ausreichende medizinische Versorgung der Bevölkerung eben nicht möglich ist", so Dr. med. Norbert Metke, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der KV NW.

„Zur Finanzierung der solidarischen gesetzlichen Krankenversicherung tragen heute nur noch 42 Prozent des lohn-und gehaltsabhängigen Volkseinkommens bei", so Dr. Metke. Dieses Budget sei unter besonderer Berücksichtigung der demographischen Entwicklung und der Innovationen in der Arzneimitteltherapie „absolut nicht ausreichend".

Somit begrüße der Vorstand der KV NW grundsätzlich den Denkanstoß der Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer, die gesetzliche Krankenversicherung „wieder in eine neue, echte Solidaritätsgemeinschaft gesetzliche Krankenversicherung zu überführen", indem neue Geldquellen zur Finanzierung der GKV erschlossen werden.

Überlegungen, wie neue Geldquellen für die gesetzlichen Krankenkassen erschlossen werden können, müssten selbstverständlich noch „unvoreingenommen geprüft" werden. Die Bundesgesundheitsministerin hatte die Möglichkeit in Betracht gezogen, die Eigenvorsorge der Patienten zu stärken, indem eine Gesundheitsabgabe auf Risikosportgeräte oder für Zigaretten erhoben wird, oder möglicherweise Miet- und Aktiengewinne mit Kassenbeiträgen zu belasten.

Quelle und Kontaktadresse:
Pressekontakt: Denise Jacoby, Pressereferentin der Kassenärztlichen Vereinigung Nord-Württemberg, Albstadtweg 11, 70567 Stuttgart, Tel: (0711) 7875-219

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