Pressemitteilung | Verband privater Bauherren e.V. (VPB)
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VPB rät: Fürs Alter Hauseingang barrierefrei planen

(Berlin) - In Deutschland leben rund 6,6 Millionen Menschen mit Handicap, zwei Drittel von ihnen sind im Seniorenalter - Tendenz steigend. Damit Hausbesitzer auch im Alter und mit einer Behinderung im eigenen Haus bleiben können, müssen sie schon beim Hausbau barrierefrei planen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) hat dazu konkrete Planungshilfen entwickelt. Darauf sollten Bauherren bei der Gestaltung des Eingangsbereichs ihres Hauses achten:

Die Haustür ist die wichtigste Tür der privaten Wohnung. Sie sichert das Heim, schützt vor garstigem Wetter und ungebetenen Gästen. Behindertengerechte Planung beginnt an der Haustür. Kluge Planer vermeiden Schwellen und Treppenstufen unmittelbar an der Haustür. Sie sind lästig im Alltag und bilden für Alte, Geh- und Sehbehinderte wie auch für Rollstuhlfahrer gefährliche, nur schwer zu überwindende Hindernisse.

Schwere Haustüren sind für Menschen im Rollstuhl oder mit Gehhilfe nur mit viel Mühe - oder gar nicht - zu öffnen. Speziell für sie gibt Spezialhaustüren, die sich ohne Schlüssel und Drehbewegung ver- und entriegeln lassen. Herzstück dieser Automatik ist ein kleiner Transponder, den der Bewohner am Schlüsselbund, an der Armbanduhr oder in der Tasche trägt.

Vorausschauende Bauherren planen viel Platz vor und hinter der Haustür ein: 1,50 Meter mal 1,50 Meter sind nötig, damit Rollstuhlfahrer rangieren können. Aber dieser Raum bewährt sich auch im Alltag junger, nicht behinderter Bauherren: Schließlich braucht auch der Kinderwagen Platz, Dreiräder, Rutschautos und Roller müssen oft am Eingang geparkt werden.

Licht bringt Sicherheit und lässt ein schönes Entree in dunklen Abendstunden einladend wirken. Leuchten an Hauseingängen sollten mit Zeitschaltuhren versehen sein oder mit Bewegungsmeldern, die sich automatisch einschalten, sobald jemand in ihren Einzugsbereich tritt. Ganz wichtig: Kranke und ältere Menschen sind gelegentlich auf den Arzt angewiesen. Damit der in dunkler Nacht sein Ziel findet, sollten an allen Häusern beleuchtete Nummern den Weg zur Haustür weisen.

Sinnvoll ist auch die Montage von Klingelknöpfen, Lichtschaltern und Briefkästen in rollstuhlgerechter Höhe: 85 Zentimeter habe sich in der Praxis als gutes Maß erwiesen. In dieser Höhe sind alle Schlösser, Taster und Drücker für Gehende, Fahrende und Kinder gleichermaßen bequem erreichbar.

Eine lohnende Investition - auch in eine Zukunft ohne Behinderungen - ist der Einbau einer Klingelanlage mit Gegensprechmöglichkeit, Videokamera und elektrischem Türöffner. Diese Anlagen lassen sich von jedem hausinternen Telefon aus bedienen: Klingelt es an der Tür, dann begutachtet der Bewohner über die Zentrale oder das Telefon den Gast und kann entscheiden, ob er ihn hereinlassen will oder nicht.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband privater Bauherren e.V. (VPB) Pressestelle Chausseestr. 8, 10115 Berlin Telefon: (030) 2789010, Telefax: (030) 27890111

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