Wachstumsbeschleunigungsgesetz: Keine spezifischen Erleichterungen für die Immobilienwirtschaft
(Berlin) - "Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz ist kein großer steuerpolitischer Wurf. Stattdessen wurde nur an kleinen Stellschrauben gedreht und ein neues Bürokratiemonster geschaffen", monierte Walter Rasch, Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, anlässlich der heutigen (18. Dezember 2009) Verabschiedung des Gesetzentwurfes durch den Bundesrat. Er begrüßte aber die dauerhafte Anhebung der Freigrenze bei der Zinsschranke als wichtige Entlastung für mittelständische Immobilienunternehmen. Auch die gewerbesteuerliche Hinzurechnung bewertete der BFW-Präsident positiv.
"Bei der Grunderwerbsteuer haben wir uns mehr erhofft. Die Umstrukturierungsklausel gilt nur für Konzerne, mittelständische Einzelunternehmen gehen leer aus", so Rasch weiter. Auch bei der Erbschaftsteuer hätte sich der Verband mehr positive Signale gewünscht: "Zwar wird die Lohnsumme herabgesetzt und der Behaltenszeitraum verkürzt, die Kernproblematik der Verfassungsmäßigkeit des neuen Erbschaft-steuergesetzes bleibt jedoch unbeantwortet. Vermieter von Gewerbeimmobilien bleiben weiterhin diskriminiert", erklärte der BFW-Präsident.
Rasch regte zudem ein Sofortprogramm für den Wohnungsbau an: "Wohneigentum bildet eine der zentralen Säulen der privaten Absicherung im Alter. Angesichts gestiegener Baukosten durch die verschärften energetischen Anforderungen wird es aber zunehmend schwerer für Unternehmen, gerade auch im niedrigen Preissegment Eigentumsangebote für Verbraucher zu machen. Dies führt auf Dauer dazu, dass wir weite Teile der Bevölkerung vom Traum der eigenen vier Wände ausschließen", warnte Rasch. Als ersten Schritt regte er eine starke Vereinfachung der Riesterförderung an, um dieser Sparvariante mehr Akzeptanz zu verschaffen. Bei den energetischen Anforderungen müsste außerdem immer auch das Wirtschaftlichkeitsgebot beachtet werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. (BFW)
Miriam Herke, Pressesprecherin
Kurfürstendamm 57, 10707 Berlin
Telefon: (030) 32781-0, Telefax: (030) 32781-299
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