Pressemitteilung | Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Wahlrecht ab Geburt: FDP-Vorschlag lenkt ab von Verantwortung der Politiker

(Berlin) - Als „Spiegelfechterei“ bezeichnet Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) den FDP-Vorschlag, ein Wahlrecht ab Geburt einzuführen. „Die Ursachen für eine kinderunfreundliche Politik sind nicht mit dem bisherigen Wahlrecht begründbar. In jedem Wahlkampf versprechen die Parteien aller Couleur das „Soziale vom Himmel“ herunter und mit unschöner Regelmäßigkeit werden danach die Versprechen gebrochen“, kritisiert Eckinger. „Nur ein Schelm kann annehmen, dass ein Wahlrecht ab Geburt dieses Übel beendet.“

Eckinger erinnert an die immer größer werdende Partei der Nichtwähler als Ausdruck für die miserable Zukunftsorientiertheit der deutschen Politik. „Dieser Sachverhalt gefährdet unsere Demokratie“, so Eckinger. „Die Verantwortung dafür tragen die Parteien und dies sollte nicht mit einer Grundgesetzänderung verwischt werden.“ Tatsache sei nach Ansicht von Ludwig Eckinger, dass vom Wähler seit langen Jahren ein klarer Auftrag an die Politik gegeben wurde, mehr zu tun für eine kinderfreundliche Gesellschaft und damit zukunftsfähig zu bleiben. „Ein Maßstab ist dafür: Wie halten wir es mit dem Bereich der Bildung und Erziehung in Deutschland? Ich kann nicht sehen, dass der Politik das Wohl der Kinder schon wichtig genug ist“, unterstreicht der VBE-Bundesvorsitzende.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE) Behrenstr. 23-24, 10117 Berlin Telefon: 0228/959930, Telefax: 0228/378934

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