Pressemitteilung | Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. - Die Waldeigentümer (AGDW)

Waldbesitzer fordern Taten statt Worte zur Verbesserung des Waldzustandes / Politischer Einsatz zur Minderung der Waldschäden nach wie vor ungenügend

(Berlin) - „Wir fordern Taten statt Worte zum Schutz unserer Wälder. Die Ursachen des Waldsterbens sind seit Jahren bekannt. Entschädigungswürdigkeit und Entschädigungsbedürftigkeit dieser Schäden sind bereits in den 80er Jahren höchstrichterlich anerkannt worden. Wir fordern eine Allianz der Vernunft, um endlich diese existenziellen Belastungen der deutschen Forstwirtschaft zu beseitigen“, so der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW), Michael Prinz zu Salm-Salm, am Rande der Debatte über den Waldzustandsbericht 2002 im Deutschen Bundestag am 3. April in Berlin.

Nach Ansicht der AGDW könnte durch ein Sofort-Programm für den Wald weiteren Schäden vorgebeugt werden. Dazu müssten die Wälder in vielen Regionen gekalkt werden, um die zunehmende Versauerung der Waldböden abzupuffern. Die Kosten für die Waldkalkung sind den privaten und kommunalen Waldbesitzern vollständig zu erstatten. Denn es kann nicht sein, dass von der Gesellschaft verursachte Schäden von Privatpersonen mit eigenen Finanzmitteln zu bezahlen sind. Die Mittel selbst sollten aus der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) bereit gestellt werden, so die Geschäftsführerin der AGDW, Frau Dr. Ute Seeling.

Eine weitere Maßnahme die dem Wald helfen würde, wäre die Erhöhung der Einspeisesätze für Energie aus Waldfrischholz bei der Novellierung des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz). So könnten die Maßnahmen der Waldpflege finanziert werden und das große Potential an Schwachholz würde in den Wäldern mobilisiert. Das ist dringend erforderlich, da aufgrund der miserablen Erlös-Situation Pflegerückstände in den Wäldern entstanden sind. Solche Wälder sind instabil und z.B. sehr sturmanfällig.

Eine konzertierte Aktion zum Schutz des Waldes sollte ein gemeinsames Anliegen der Parlamentarier aller Fraktionen sein. „Eine parteienübergreifende Allianz der Vernunft ist das Gebot der Stunde. Die Waldgesundung ist ein langwieriger Prozeß. Wenn nicht auch die kommenden Waldzustandsberichte Dokumentationen kranker Wälder werden sollen, dann gilt es, unverzüglich zu handeln“, so Dr. Seeling.

Allein der Erhalt der allgemeinen Leistungen und Funktionen des Waldes erfordert eine solche Allianz. Die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes sind nicht ohne die Nutzung der natürlichen und nachwachsenden Ressource Holz aus dem Wald zu erbringen und zu finanzieren. Wälder leisten einen enormen Beitrag zur Luft- und Wasserreinigung, schützen vor Hochwasser, Lawinen und Steinschlag, bieten Ruhe und Erholung, liefern den einmaligen Rohstoff und Energieträger Holz und verschaffen damit 800.000 Menschen Arbeit. Und das alles zum Nulltarif! Wann findet das politische Anerkennung?

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin Telefon: 030/31807923, Telefax: 030/31807924

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