Pressemitteilung | Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. - Die Waldeigentümer (AGDW)

Waldbesitzer zum Gesamtwaldbericht der Bundesregierung

(Berlin) - Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW), Michael Prinz zu Salm-Salm, begrüßte anlässlich der Präsentation des Gesamtwaldberichtes der Bundesregierung deren Absicht, die Leistungsfähigkeit der Forstbetriebe stärken zu wollen. Noch auf dem Bonner Klimagipfel habe Bundesumweltminister Trittin die Möglichkeiten zur Bekämpfung des Treibhauseffektes durch Förderung der Forst- und Holzwirtschaft völlig verkannt. Jetzt sei die für die Forstwirtschaft zuständige Ministerin Künast beim Wort zu nehmen. "Nach Anerkennung der Senkenfunktion der Wälder im Klimaprotokoll müssen nun Taten folgen", so der Präsident. Hierzu bot er eine tatkräftige Unterstützung der Waldbesitzerverbände zur Umsetzung der Beschlüsse an. "Die Chancen der deutschen Forstwirtschaft müsse die Bundesregierung endlich erkennen und sich für die breite Etablierung von Holz als Roh-, Bau- und Energiestoff in allen Bereichen einsetzen."

Der Waldbericht der Bundesregierung weise zu Recht auf die Bedeutung der nachhaltig bewirtschafteten Wälder in Deutschland als Kohlenstoffspeicher hin. Sie seien die am wenigsten beeinträchtigten Naturräume unserer Kulturlandschaft. Das Fazit des Berichtes, wonach das nationale Klimaschutzziel, die CO2-Emissionen bis 2005 um 25 % zu reduzieren, nur durch den Einsatz von Holz als erneuerbarer Energieträger erreichbar ist, sei offensichtlich von Umweltminister Trittin unbeachtet geblieben. "Wenn Trittin einen Erfolg mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz haben will, so muss er zunächst Vertrauen bei den Waldbesitzern gewinnen."

"Für den Klimaschutz und den Aufbau regenerativer Energiequellen ist unsere heimische Forstwirtschaft ein verlässlicher Partner", betonte Präsident Salm.

Der Vizepräsident der AGDW, Bürgermeister Erich Bamberger, erläuterte in Östringen (Kreis Karlsruhe) den Waldbericht der Bundesregierung. Von besonderer forstpolitischer Bedeutung sei die bunte Vielfalt des Ökosystems Wald mit vielfältigem Nutzen für die Allgemeinheit, Folge aus dem über Jahrhunderte gewachsenen breiten Spektrum der Verteilung von Waldeigentum.

Dieses Erscheinungsbild gelte es auch künftig zu erhalten. Gleichzeitig müssten Voraussetzungen geschaffen werden, die Holzvermarktung weiter zu koordinieren. "Wir Waldbesitzer werden uns dagegen wehren," hob Bamberger hervor, "wenn uns durch Gesetze und Verordnungen eine Einheitsforstwirtschaft vorgeschrieben werden soll". Die Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes sei ein negatives Beispiel hierfür. Derartige Regelungen würden die Nutzung des natürlichen, nachhaltig erzeugten Rohstoffes Holz nur unnötig behindern."

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. Reinhardtstr. 18 10117 Berlin Telefon: 030/31807923 Telefax: 030/31807924

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