Waldzustand bundesweit unverändert / Die Waldbesitzer mit den Schäden alleingelassen
(Berlin) - Die Vitalität der Bäume in unseren Wäldern ist seit vielen Jahren weitgehend unverändert schlecht, kommentierte Michael Prinz zu Salm-Salm, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW), den am 24. Januar 2007 veröffentlichten Waldzustandsbericht der Bundesregierung.
Das bedeutet, dass trotz aller Bemühungen der Waldbesitzer, die erkrankten Bäume zu entnehmen, das Gesamtbild nur durch eine effiziente Luftreinhaltepolitik, verbessert werden kann. Die Bundesregierung muss für die Waldschäden endlich die politische Verantwortung übernehmen. Denn das Bundesverfassungsgericht hat bereits vor 25 Jahren festgestellt, dass die Waldschäden entschädigungswürdig und entschädigungsbedürftig sind. Doch ist derzeit das Gegenteil der Fall: Erst kürzlich wurde mitgeteilt, dass die Waldkalkung nicht mehr im bisherigen Umfang gefördert werden wird. Noch dazu soll künftig auch die Mehrwertsteuer hierbei von den Waldbesitzern selbst getragen werden. Diese Entwicklung wird dazu führen, dass die Waldbesitzer die Bestände nicht mehr kalken können., warnte Prinz Salm.
Nach Ansicht der AGDW sei nicht einzusehen, dass die Waldbauern, deren Wälder durch gesellschaftliche Belastungen drastisch geschädigt sind, mit der Schadensbegrenzung alleine gelassen werden. Außerdem befänden sich die durch den Orkan Kyrill geschädigten Waldbesitzer in einer schwierigen Situation. Für sie sei nicht abzusehen, welche Baumarten, welches waldbauliche Vorgehen und welche Waldstrukturen am besten geeignet sein werden, bei einem wärmeren Klima den bevorstehenden Umweltextremen zu trotzen. Forstwirtschaft bedeutet generationenübergreifendes Denken und Handeln! Die Anerkennung und Anrechnung der Senkenfunktion der Wälder ist hierzu ein erster richtiger Schritt, erinnerte Prinz Salm abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Hans Ludwig Körner, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31807-923, Telefax: (030) 31807-924
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