Pressemitteilung | Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. - Die Waldeigentümer (AGDW)
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Waldzustand kann sich nur langsam bessern

(Berlin) - „Der Gesundheitszustand des deutschen Waldes hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Das lässt sich aus den bislang veröffentlichten Berichten der Länder ablesen. Abzuwarten bleibt allerdings, auf welchem Niveau sich die Schäden derzeit bewegen. Wunder erwarten wir nicht“, so Dr. Ute Seeling, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) im Vorfeld der Präsentation des Waldzustandsberichtes für das Jahr 2004 durch die Bundesregierung.

Die Ergebnisse aus den Ländern zeigen insgesamt, dass der Anteil stark geschädigter Bäume gesunken ist. Grund dafür ist die allmähliche Erholung des Waldes vom extremen Trocken- und Hitzejahr 2003, dessen Auswirkungen und Folgen wie Schädlingsbefall im vergangenen Jahr zu einer erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes geführt hatten. Durch den feucht-kühlen Sommer 2005 wird eine weitere Verbesserung erwartet. Dennoch, betonte Seeling, sei der jetzige Zustand kein Grund zur Entwarnung, sondern müsse stattdessen zum Handeln ermuntern. Eine konsequente Luftreinhaltepolitik und eine kontinuierliche Meliorationskalkung seien dabei genauso unverzichtbar wie die konsequente Waldpflege im Zuge von Holznutzungen. Trotz eines wenig erfreulichen Waldzustandes dürfe nicht vergessen werden, dass europaweit die wüchsigsten Wälder in Deutschland stünden.

Seeling warnte vor dem Schluss, Forstwirtschaft und Holznutzung wegen des ungünstigen Waldzustands einzuschränken: „Das Gegenteil ist richtig. Regelmäßig gepflegte Wälder sind gestärkt und widerstandsfähiger. Um die Vitalität der Wälder in Deutschland zu erhalten, sollte die Holznutzung im Rahmen der Nachhaltigkeit sogar erhöht werden. Die Waldfläche in Deutschland hat alleine in den letzten 15 Jahren um über 50.000 Hektar zugenommen, das ist eine Fläche vergleichbar der Mittelmeerinsel Ibiza! Wir ernten in Deutschland aber nur rd. 2/3 des jährlichen Zuwachses von 60 Mio m³, sodass die Holzvorräte immer weiter zunehmen und die Wälder immer älter werden. In Deutschland haben wir mit 3,38 Mrd. m³ sogar die höchsten Holzvorräte in ganz Europa, wie die aktuelle Bundeswaldinventur II belegt. Vor dem Hintergrund, dass die heimische Forstwirtschaft angesichts der weltweiten Rohstoff- und Energiekrisen zunehmend eine wichtigere Rolle bei der Versorgung mit dem nachwachsenden, großflächig verfügbaren und innovativ verwendbaren Werk- und Brennstoff Holz spielt, ist dessen Nutzung heute nicht nur eine ökologische, sondern auch eine volkswirtschaftliche Herausforderung. Wir können uns deshalb nicht mehr leisten, Holz im Wald verrotten zu lassen!“

Die AGDW weist darauf hin, dass heimisches Holz auch angesichts des wenig zufrieden stellenden Gesundheitszustandes des Waldes mit gutem Gewissen genutzt werden kann. Die Waldnutzung könne als Pflegeversicherung für den Wald bezeichnet werden. Regelmäßige forstwirtschaftliche Maßnahmen von Jugend an, führten zu einer Steigerung von Vitalität und Abwehrkräften der Waldbestände gegen Witterungseinflüsse und Schädlinge.

Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Pressestelle Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31807923, Telefax: (030) 31807924

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