Waldzustandsbericht 2005 zeigt wenige Veränderungen / Wirtschaftskraft der Forstwirtschaft bisher weit unterschätzt
(Berlin) - Der Zustand des deutschen Waldes befindet sich nach wie vor in einem unverändert kritischen Zustand. Der Waldzustandsbericht 2005 des Bundesministeriums für Ernähung, Landwirtwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) weist keine wesentlichen Verbesserungen des Gesundheitszustandes deutscher Wälder auf. Der Prozentsatz stark geschädigter Baumkronen ist im Vergleich zum Vorjahr von 31 auf 29 Prozent der Gesamtfläche zurückgegangen. Er liegt damit weiterhin auf hohem Niveau.
Eine Hauptursache für den kritischen Zustand der Wälder ist nach Ansicht des Deutschen Bauernverbandes (DBV) die immer noch erkennbare Nachwirkung des trockenen Sommerhalbjahres 2003. Erhebliches Gefährdungspotenzial gehe darüber hinaus von der starken Versauerung weiter Teile der Waldböden aus. Hier könne über eine verstärkte Bodenschutzkalkung zumindest kurzfristig entgegengewirkt werden. Die Waldkalkungsmaßnahmen müssten jedoch über Bund und Länder stärker gefördert werden. Ein wirksamer Schritt zum Schutz stabiler Waldbestände ist nach Angaben des DBV außerdem die Nutzung von Holz aus heimischen Wäldern.
Für die Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland sind die Wälder die Grundlage ihres Wirtschaftens. In der gesamten Branche vom Baum bis zum fertigen Möbelstück seien in Deutschland rund eine Million Arbeitnehmer beschäftigt, hob der DBV die wirtschaftliche Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft in Deutschland hervor. Der Wald berge jedoch ein erheblich größeres Potenzial. Jährlich würden in Deutschland nur rund zwei Drittel des neu zuwachsenden Holzes aus den Wäldern genutzt. Um jedoch die ungenutzten Holzpotenziale zu mobilisieren, müsse den forstwirtschaftlichen Unternehmern Luft zum Wirtschaften gelassen werden. Neue besitzübergreifende Bewirtschaftungsstrategien, Neuaufstellung der Holzvermarktung und Erschließung neuer Absatzmärkte für Holz seien hierbei wichtige Punkte. Der DBV wies darauf hin, dass auch der Holzpreis, der sich in weiten Teilen Deutschlands immer noch auf sehr niedrigem Niveau bewegt, ein entscheidender Faktor bei der Bewirtschaftung der Wälder sei. Eine Ausweitung der Verwendung von Holz zur Energieproduktion könne hier zu einer Nachfragesteigerung und damit auch zur Preisstabilisierung für die Forstwirte beitragen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205
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