Wandel der mobilen Welten wird kommen / Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität greift zu kurz / 2. E-MOTIVE Expertenforum "Elektrische Fahrzeugantriebe" der FVA (Forschungsvereinigung Antriebstechnik im VDMA)
(Hannover) - "Umwelt und Mobilität bewegen die Menschen, sind Grundbedürfnisse, die wir in Einklang bringen müssen. Hier wollen wir nach den Sternen greifen und den gordischen Knoten mit der Elektromobilität zerschlagen", erklärte VDMA Präsident Dr. Manfred Wittenstein zur Eröffnung des 2. E-MOTIVE Expertenforum Elektrische FahrzeugantriebeKongress am Mittwoch (9. September 2009) in Hannover. "Wir stehen vor einem der anspruchsvollsten technologischen Transformationsprozesse der letzten Jahrzehnte", betonte Wittenstein.
Weltweites Bedürfnis nach Mobilität befördert Elektromobilität
Die Elektromobilität werde sich in gänzlich neuen Fahrzeugkonzepten, anderen mobilen Maschinen und neuer neuen Produktionstechnologien niederschlagen. Die intelligente Produktion, der Maschinenbau, stehe im Zentrum dieses Prozesses, betonte der VDMA Präsident. Konkret bedeute das: "Wir müssen Lithium-Ionen-Batterien nicht nur erforschen, sondern vor allem kostengünstig und in großen Stückzahlen produzieren können. Wir brauchen in Deutschland eine stringente Wertschöpfungskette für die Mobilität der Zukunft. Scheitern wir, die Industrie, die Wissenschaft, die Politik, scheitert Deutschland."
Anwendungsorientierte Forschung bringt Erfolg
Der deutsche Maschinenbau, so Wittenstein, werde mit seinem seinen weltweit führenden Innovationsnetzwerken der industriellen Gemeinschaftsforschung seinen Beitrag leisten und nannte als Beispiel die Forschungsvereinigungen Antriebstechnik und Verbrennungskraftmaschinen im VDMA: "330 Unternehmen aus dem Maschinenbau realisieren mit 2200 Experten aus der Industrie über 180 Projekte im Jahr und das mit den besten Wissenschaftlern in Deutschland. Geforscht wird nicht im Elfenbeinturm, sondern anwendungsorientiert, entlang der gesamten Wertschöpfungskette und exakt auf die Bedarfe der Industrie zugeschnitten."
Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität greift zu kurz
Wittenstein begrüßte zwar die Initiative der Bundesregierung, bemängelte jedoch, dass dieser Plan zu kurz greife in Sachen Produktionstechnologie und Nutzung des effizienten Instruments der industriellen Gemeinschaftsforschung. "Denn neben einzelnen Leuchtturmprojekten und dem Focus Batterieentwicklung benötigen wir breitenwirksame Ansätze, zum Beispiel bei den Produktionstechnologien für Energiespeicher oder Leichtbaufahrzeuge." Wittenstein kritisierte auch die geplante Kürzung der Gelder für Produktionsforschung auf 62 Millionen Euro für 2010. "Für Deutschland ist wäre das ein Armutszeugnis!", sagte der VDMA Präsident.. Im Vergleich: Die deutsche Industrie ist immensem Wettbewerbsdruck ausgesetzt. Japan unterstützt mit 200 Millionen Dollar die Entwicklung verbesserter Traktionsbatterien. China fördert effiziente Antriebstechnologien mit einem Fonds, der eine Milliarde Euro schwer ist. Die USA investieren zwei Milliarden Dollar allein in die Batterie-Technologie und in Komponenten für Elektrofahrzeuge, und geben 25 Milliarden Euro an Krediten für Produktionswerke für Kraftstoffsparende Fahrzeuge. Die Beispiele verdeutlichten den Wettbewerbsdruck, dem die Deutschen weltweit ausgesetzt sind.
"Mobilitec" - erstmals auf der Hannover Messe 2010
"Wir haben alle Chancen, technologischer Leitmarkt für die Mobilität auch des 21. Jahrhunderts zu werden", betonte Hartmut Rauen, Geschäftsführer Antriebstechnik im VDMA.. Denn technologisch sei Deutschland hervorragend aufgestellt. Das werde auch die "Mobilitec", die erstmals auf der Hannover Messe 2010 stattfindet, eindrücklich zeigen.
Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)
Marlies Schäfer, Pressesprecherin
Lyoner Str. 18, 60528 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 66030, Telefax: (069) 66031511
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